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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1867-01-01 · Heft 12 · p. Seite 459

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
16 (1867)
Issue
Heft 12
Article
Gedächtnisrede J. Mohl's auf S. Munk
Date
1867-01-01
Page
Seite 459 (sequence 7)
Language
German
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Gedächtnissrede J. Mohl’s auf 8. Munk. 459 von Buxtorf nach der Uebersetzung Ibn Tibbon’s. Es ist leicht zu ermessen, dass die Entdeckung des arabischen Originals in Munk den Wunsch anregte, eine des Werkes und des gegenwärtigen Zustandes der Wissenschaft würdige Ausgabe zu veröffentlichen. Die Natur des Gegen- Standes, die Berühmtheit des Verfassers, die Ehre, welche hierdurch auf die jüdische Litteratur zurückstrahlt, waren für ihn unwiderstehbare Beweggründe; er trug durch zwanzig Jahre Materialien zu dieser Arbeit zusammen, ging nach Oxford, um das zu Paris entdeckte Manuscript zu ergänzen und stellte alle die Untersuchungen an, die der Oommentar eines solchen Werkes erfordert. Er verlor das Gesicht gerade zu derselben Zeit, als die Vorarbeiten sich ihrem Ende naheten; nichtsdestoweniger ging er an’s Werk und gelangte über alle nur erdenkbaren Schwierigkeiten dahin, im vorigen Jahre den Druck des Textes, der Uebersetzung und des Commentars des Guide des Egar6s zu beendigen. Dieses Werk wird das schönste Denkmal seines Wissens und seines Muthes bleiben. Er beabsichtigte noch einen vierten Theil den drei vorhergehenden anzufügen; dieser sollte das Leben Maimonides’ und einen Inhalt seines Systems bringen. Unglücklicherweise blieb ihm nicht mehr Zeit hierzu. Am sechsten Februar dieses Jahres fand bei ihm eine Sitzung des israelitischen Consistoriums statt; er sprach mehr und heiterer als gewöhnlich, doch kaum hatten seine Collegen sich entfernt, als er von einem Gehirnschlage befallen wurde, der seinem Leben in wenigen Augenblicken ein Ende machte. Wenige Menschen sind mehr geachtet und bedauert worden: sein Wissen, sein milder Geist, die Geduld, mit welcher er sein Uebel ertrug und so wenig bekannt werden oder errathen liess die Kämpfe gegen das Schicksal, die er so kräftig durch einen grossen Theil seines Lebens durchgemacht, dieses Alles vereinigte sich, um für ihn Liebe und Bewunderung einzuflössen“. 35*

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