Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 16 (1867)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Einige handschriftliche Briefe von Jonathan Eibeschütz
- Date
- 1867-01-01
- Page
- Seite 425 (sequence 5)
- Language
- German
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Einige handschriftl. Briefe von Jonathan Eibeschütz. 425 שתראו כי כידי דברי ישרים הכש ואין בהכש דופי ושכולדה ח״ו והנני מצפרה תשובתכבם עי״מ האפשרי למען דעת והקולור־ן יחדלון ול>א ישמע וויזות קול קורא חזו דאתא כי אמהר בואי בכל אפשרי אי״ה דברי אשר לראותכם אצפה כמים קרים על נפש עיפה , ואת והב בסופה, על כל כבוד חופה, והי' עלהו לתרופה שוחר שלומכם וטובתכם כ״ה נאמן בבריתי אוהבי נפשי יהונתן בהרב המנוח מהו׳ נטע זלה״ה הכותב יום ה" ט״וב סיון את קולות שטעו לפ״ק In Folge des ersten schlesischen Krieges kamen die böiimischen und mährischen Juden in viel Ungemach. Sie mussten nicht nur hohe Steuern erschwingen, sondern wurden auch, weil sie den Preussen und Franzosen nicht die Zähne gewiesen, sondern gefügig die Requisitionen geliefert hatten, als Landesverräther von der gehässigen Bevölkerung und übelwollenden Truppenführern beschuldigt. Eibeschütz scheint sich aber mehr als gebührlich mit den Franzosen, welche Prag eine Zeit lang besetzt hielten, eingelassen zu haben. Er war gerade damals zum Rabbiner von Metz erwählt und mochte sich bereits als französischer Unterthan betrachten. Er bekam auch von dem französischen Commandanten ein saiif-conduit, ungehindert nach Metz reisen zu dürfen. Nach Abzug der Franzosen wurde eine Untersuchung gegen Eibeschütz angestellt, als wenn er Landesverrätherei getrieben hätte. Er selbst erzählt durch das Organ seines getauften Jüngers Carl Anton: ,,Die Veränderung (seines Abzugs nach Metz) setzte ihn in den Verdacht, als wäre er den Franzosen zugethan; daher sein ganzes Vermögen bis nach Untersuchung der Sache sequestrirt wurde66. Wie Jakob Emden wiederholentlieh erzählt, habe die Kaiserin Maria Theresia ein Decret gegen Eibeschütz erlassen, dass er nie mehr den österreichischen Boden betreten dürfte. Kaum waren die Preussen von Prag im zweiten schlesischen Kriege abgezogen, als die Anklage wegen Verrätherei sich wiederholte, und die Kaiserin erliess den gemessensten Befehl, dass die Juden Prags ohne Verzug, die der übrigen Städte nach einer Frist ausgewiesen werden sollten (December 1744). Bald darauf (Januar 1745) wurde die Ausweisung auf Mähren ausgedehnt. Die zwei folgenden Briefe beschäftigen sich eben mit dieser Ausweisung. Eibeschütz hat sich, wie N1*. II. ausweist, an die römische Gemeinde im Laufe