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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1867-01-01 · Heft 10 · p. Seite 378

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
16 (1867)
Issue
Heft 10
Article
Beiträge zur Geographie des Talmud
Date
1867-01-01
Page
Seite 378 (sequence 4)
Language
German
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378 Beiträge zur Geographie des Talmud. leichter amalgamiren als mit Griechen und Syrern. Dass aber der ammonitische Astarten־ und Moloch dienst, ferner ihre sonstigen Licenzen in Bezug auf Ehe und Verwandtschaftsgrade nicht zur Erhaltung der Religion des Judenthums beitragen konnten, bedarf keiner weiteren Erörterung, w688halb die Har־ panäer als פסולים erklärt werden. IV. Indem wir zur näheren Betrachtung der vierten geographischen Benennung kommen, die uns an dieser Stelle genannt wird, nämlich פום נהרא> müssen wir, ähnlich wie bei כלישק? zur näheren Orientirung, erst auf Babylonien zurückgehen. Babylonien im eigentlichen Sinne ist das Land zwischen Euphrat und Tigris, von der medischen Mauer an bis zum persischen Meerbusen. Der Talmud hält sich jedoch nicht immer streng an diese Abgrenzung. Babylonien ist ihm häufig der Gegensatz von Palästina und Syrien, oder der Gegensatz vom Jenseits des Tigris, also von Assyrien; es gehören aber auch Städte in Mesopotamien oder Chaldäa (חך גיסא דפרת Kidd. 72a) bei ihm zu Babylonien und werden auch als solche genannt3). Die beiden Flüsse des Landes, die zugleich das Land einfassen, sind, wie bekannt, der Euphrat und der Tigris. Ersterer gleicht durch seine regelmässigen IIÜberschwemmungen dem Nil4), der Tigris dagegen durch sein nur zeitweises Austreten, bei unberechenbarem Hochwasser, dem Jordan. Die regelmässigen Ueberschwemmungen des Euphrats werden im Talmud oft erwähnt, sowie der Grund des Ausbleibens dieser Erschei- 3) Es kommt übrigens bei jedem besonderen Falle noch darauf an, wo sich der Sprechende befindet. In Palästina selbst galt häufig Babylonien als׳ geographischer Begriff für das parthische oder später neupersische Reich und selbst die östlichen, an der Westseite des Euphrat gelegenen Provinzen Syriens, wie Cyrrliestica und Chalybonitis wurden zeitweise als babylonisches Gebiet genommen. Es würde hier zu weit führen, wollten wir dieses durch Belege nach weisen. 4) Plinius V, 26: Increscit autem et ipse Rill modo, statis diebus panlum differens etc.

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