Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 16 (1867)
- Issue
- Heft 9
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1867-01-01
- Page
- Seite 357 (sequence 10)
- Language
- German
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Recensionen und Anzeigen. 357 beiden Namen ארד und גרא beweisen, die in Num. und in der Chronik (nur ist hier אדר aus ארד geworden) als Söhne von בלע (dem Sohne Benjamin’s) auftreten. Es werden also in Gen. die Hauptnachkommen von Benjamin aufgezählt. Den Namen אחורם und שפופם (in Num.) stehen אחי וראש מופים in Gen. entgegen und aus dem Namen בפר in Gen. macht die Chronik בפר, und darum בלע בכ1ו. Ausserdem treten in der Chronik nachweislich einige Söhne Benjamin’s als Söhne Bela’s auf u. 8. f. Mit einigen Umschreibungen und Versetzungen lassen sich auch in der Chronik fast alle in der Gen. aufgeführten Namen wiederfinden; wir sagen fast, denn in Gen. wird, wie gesagt, nur ein Th eil der Enkel Benjamin’s erwähnt, während sie in der Chronik als Söhne Bela’s natürlich vollständiger vertreten sind. 8. 42. Zu C. 20, 2 ויקרו דוד עטרת מלכם bemerkt der latein. Autor: ״ut ipsi tradunt, Ethai Jettheus, qui de gente Philistinorum ad David venerat, ipse diadema diripuit in capite Melchom ut liceret Hebraeo de manu hominis capere, quod de capite idoli non licebat." Dieses stimmt nur theilweise mit der talmudischen Tradition überein, die in Ab. Sara 44a also lautet: ויקה את עטרת מלכם - י י ומי שרו בהגאה איסורי הגאה נינהו אמר ר נחמן איתי הגיתי בא וביטלה. Diesen Aussprach R. Nachman’s übersetzt der Verfasser in unbegreiflicher Weise: ״R. N. erwiedert: Ithai aus Gath in Philistaea nahm die Krone von dem Götzen herab und übergab sie dem David." Unter וביטלה ist die vorgeschriebene gänzliche Vernichtung alles zum Götzendienst Gehörigen zu verstehen. Trotzdem nun aber wir hier mit voller Gewissenhaftigkeit Alles hervorgehoben haben, was uns auffiel und unrichtig zu sein schien, so können wir doch zum Schlüsse mit der Bernerkung nicht zurückhalten, dass alle hier gemachten Ausstellungen das Hauptverdienst des Verfassers nicht schmälern sollten, das Verdienst nämlich, uns ein nur Wenigen zugängliches Buch in die Hand gegeben zu haben, das für die targumische Wissenschaft mit Erfolg ausgebeutet werden kann. H.