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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1867-01-01 · Heft 9 · p. Seite 342

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
16 (1867)
Issue
Heft 9
Article
Beiträge zur Geographie des Talmud
Date
1867-01-01
Page
Seite 342 (sequence 13)
Language
German
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342 Beiträge zur Geographie des Talmud. und Pum-Nahara, jenes aber nimmt der Talmud, Kidduschin 7, wie es in Wahrheit ist, für ein Land; er setzt es deshalb in Parallele mit Babylonien, Medien und Elymais. Zwar führen neuere Geographen nach Abolfeda2 3) auch eine Stadt, Namens Ferath Mais an, an, die sich in der Gegend des heutigen Basra befinde. Allein nach orientalischem Sprachbrauche heisst diese Stadt nicht Maisan und nicht einmal Ferath Maisan, sondern nur Ferath in Maisan, wie etwa קדש נפתלי und בית לה□ יתדח, also ist wieder Maisan ein Land und keine Stadt. — Welchen Sinn sollte ferner die Aussage geben: ,,die Unebenbürtigen von Meschun kommen her von denen Tadmor’s, von Jenen wieder die Harpania’s?“ Dann müsste sich ja die Unebenbürtigkeit von Syrien, wo Tadmor liegt, bis Mesene über Mesopotamien und Babylonien fortgepflanzt haben, und, ohne Mesopotamien und Babylonien zu afficiren, wieder zurück nach Harpania. Wenn man auch in dem משום keine genealogische Folge findet, so ist jedenfalls ein Causelnexus darin enthalten, der nicht aus der Luft gegriffen sein kann, sondern geschichtlich begründet gewesen sein muss. Deshalb glauben wir, dass man sich nach einer Stadt Mescha oder Meschun umsehen muss, die in demselben Lande wie Tadmor, Harpania und Pum-Nahara lag. Es gab also ausser der Landschaft Mescha in Süd-Babylonien noch eine Stadt in Syrien dieses Namens, und wir glauben die riehtige in der Stadt ״Emesa" zu finden. Tragen wir in kurzen Worten das zusammen, was die Alten über Emesa berichten. Emesa (auch von Anderen Hemesa, Emessa, Emissa geschrieben, jetzt Iiems genannt) lag in Obersyrien, in der Provinz Apamene, an der Ostseite des Orontes. Von ihr bis Tadmor (Palmyra) gen Osten sind 80 Milliarien, d. h. 16 geographische Meilen. Berühmt ist sie durch ihren prächtigen Sonnentempel, an welehern Heliogabal, bevor er römischer Kaiser wurde, Oberpriester war. Sie ist ferner die Vaterstadt des Kaisers Alexander 86verus; Kaiser Aurelian, der hier 273 n. über Zenobia siegte, hat mehrere grossartige Tempel in ihr aufführen lassen. Sie war Hauptstadt eines arabischen Stammes, Emeseni genannt8). Wir glauben daher, dass diese Stadt, da sie nach dem Zeugniss der 2) Forbiger 1. c.; Männert 1. 6.; Busching, Magazin III. Band etc. 3) Strabo Lib. 16, Cap. 2 § 10 ed. Cramer.

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