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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1867-01-01 · Heft 7 · p. Seite 242

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
16 (1867)
Issue
Heft 7
Article
Zur Ethik des jüdisch-alexandrinischen Philosophen Philo
Date
1867-01-01
Page
Seite 242 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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242 Zur Ethik des jüdisch־ des innen! Halts entbehrend wird es von künstlichen Unterlagen und Pfeilern getragen und stürzt endlich in sich zusammen. — Werfen wir vorerst einen Blick auf die Juden in Alexandrien überhaupt. Alexander der Grosse, der den mächtigen Plan erfasst hatte, ein Weltreich zu gründen, erkannte in seinem Riesengeiste, dass eine Stadt am Ausflusse des Nils gelegen und Afrika, Asien und Europa mit einander verbindend, sich bald zur Weltstadt erheben werde. Nach dem in solcher Absicht gegründeten und sich nach seinem Namen nennenden Alexandrien zog er viele Ansiedler und unter ihnen auch Juden aus Palästina herbei. Diese jüdischen Colonisten, zu denen nach einer geschichtlichen Andeutung auch mehrere von früherer Zeit in Egypten lebende Juden hinzukamen1), erhielten von Alexander gleiche Rechte mit den anderen Ansiedlern, in denen sie auch von seinen Nachfolgern, den Ptolemäern, belassen wurden2). Befanden sich also die Juden in politischer Hinsicht durch lange Zeit, mit Ausnahme eines kurzen Zwischenfalles unter dem hirnverbrannten Ptolemäus Philopator, in einem Zustande, um den sie ihre palästinensischen Brüder beneiden mochten, so standen sie in dem eigentliehen Factor des jüdischen Lebenselements, der religiosei! Forschung, weit hinter Palästina zurück. Das vielbewegte, geschäftige Leben der mächtigen und reichen Weltverkehrsstadt mochte, wie noch heute in grossen Handelsstädten, die ganze Thätigkeit in Anspruch nehmen, und die wenigen verbleibenden Mussestunden brachten Abspannung und mussten der Erholung gewidmet werden. Doch Alexandrien war nicht nur Handelsstadt. DiePtolemäer waren Freunde der Wissenschaften: schon der zweite Herrscher dieser Dynastie, Ptolemäus Philadelphus, hatte eine grosse Bibliothek angelegt und Gelehrte herbeigezogen, seine Nachkommen gerirten sich alsMecäene der Wissenschaft,und J) Eusebius Praepar. evangel. L. 13 c. 12 p, 663. Vgl. Franke], Vorstudien zu der Septuaginta S. 10. 13 f. 2) Vgl. Joseph, contra Apion. 2, 4.

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