Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 16 (1867)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Zur Lage der Juden in Galizien
- Date
- 1867-01-01
- Page
- Seite 216 (sequence 16)
- Language
- German
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216 Beiträge zur samaritanischen Pentateuchdenn es ist eine bekannte Sache, dass sich die jüdische Bevölkerung in Lemberg in einer viel stärkeren Proportion vermehre, als die christliche, dazu scheint aber eben das enge Beisammenwohnen mitzuwirken. Beiträge zur samaritanisdien Pentateucli-Uelbersetzung und LexicograpMe. Von Nr. 8. Kohn. (Fortsetzung.) Wir wollen jetzt auf die Besprechung jener Stellen eingehen, welche die sam. Paraphr. ihren Religions-Anschauungen und Dogmen angepasst hat, deren Verkennung ebenfalls die grössten Irrthümer hervorgerufen hat. Genes. 7, 19 wird erzählt, dass die Wasser der Sündfluth bedeckt haben כל ההרים הגבהים; was die sam. Paraphr. כל טבריה שחיקיה übersetzt. Castell, und üblem. erklären nun ״ שחקexcelsus, sublimis“, wozu letzterer das arab. vergleicht. Diese Erklärung ist allerdings annehmbar; nichtsdestoweniger glauben wir, dass שחק auch liier seine im chald. und syrisch, feststehende Bedeutung ״zerreiben, zerstossen, verringern" hat und כל טבריה שחיק יה zu übersetzen sei: alle zerriebenen (verringerten) Berge. Diese sonderbare Ueber- Setzung scheint auf das innigste mit den Sagen der Samaritaner über ihren heiligen Berg Garizim zusammenzuhängen. Schon die jüdische Hagada erzählt, um die Heiligkeit des gelobten Landes hervorzuheben ללא ירד מבלל לארץ ישראל die Sündfluth überschwemmte nicht das Land Israel (Sebach. 113b); die Samaritaner hingegen, denen nicht das ganze Land heilig war, die im Gegentheile Jerusalem herabsetzen und schmähen1), bc- ג) Vgl. ביתא קלקלתא in der weiter unten citirten Stelle aus Genes, r. C. 32, sowie den Schimpfnamen ״Haus des Verderbnisses, des