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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1867-01-01 · Heft 5 · p. Seite 162

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
16 (1867)
Issue
Heft 5
Article
Ein vergessener Zeitgenosse Mendelssohn's
Date
1867-01-01
Page
Seite 162 (sequence 2)
Language
German
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^׳״7י^י<. V׳^p^ ג׳T'* :ךז,ךד; 162 Ei 11: ■ vei'göss en e!i• 2eitgen o s s e M end e 1 s s dli^iJs; ■ V ^teigigen | sich als Seltenheiten unbenutzt und unbeachtet grösseren Bibliotheken. Wie aber aus dem Staub der Bibliotheken noch ] immer von Zeit zu Zeit Schätze an’s Tageslicht gezogen werden, die man längst zerfallen und vermodert wähnte, so gibt es auch anerkennenswerthe, strebsame Talente, die niemals zur Geltung kamen, deren Name, kaum aufgetaucht, wieder verschwand, deren Geistesproducte nicht von ihren Zeitgenossen, noch weniger nach ihrem Tode der Beachtung gewürdigt wurden. Die Verhältnisse machten es so, das Glück war ihnen nicht günstig, durch die hervorragenden Persönlichkeiten in ihrer Zeit wurden sie, die minder bedeutenden, in den Schatten gestellt. Solch ein vergessener, unberücksichtigt gebliebener Mann, der es jedenfalls mit seiner Zeit und seinen Zeih genossen ehrlich gemeint, für Cultur und Wissenschaft, für Hebung der Juden und des Judenthums eifrig gestrebt hat, ist der Rabbiner Isaak Alexander. Ungefähr sieben Jahre vor Moses Mendelssohn, der 17. August 1722, in Regensburg geboren, bekleidete er das Rabbina-t seiner nicht bedeutenden, kleinen Heimatsgemeinde bis zu seinem zu Anfang dieses Jahrhundert erfolgten Tode. Es bleibt immerhin sonderbar, dass er Moses Mendels־ sohn’s, dessen epochemachende Schriften ihm doch sicherlieh nicht unbekannt geblieben waren, in allen seinen Erzeugnissen mit keiner Sylbe erwähnt, ja, wie es den Anschein hat, ihn absichtlich ignorirt. War es der Neid, oder etwa Verschiedenheit religiöser Meinungen und Ansichten, die es zu keiner Annäherung zwischen ihm und Mendelssohn kommen Hessen? Auch Mendelssohn seinerseits nahm von dem ,,Regensburger" keine Notiz. Ganz unbekannt blieb der Rabbiner Alexander dem Berliner Philosophen freilich nicht, der alte Freund Nicolai machte in Regensburg seine persönliche Bekanntschaft, und hat sich gegen Mendelssohn gewiss ebenso vortheihaft über ihn ausgesprochen, wie er sich in seinen Reiseberichten über ihn auslässt. ״Ich lernte", schreibt Nicolai•

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