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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1867-01-01 · Heft 4 · p. Seite 160

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
16 (1867)
Issue
Heft 4
Article
London [Nachricht]
Date
1867-01-01
Page
Seite 160 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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160 Monatschronik. \ duldsamkelt zu Grunde. In Griechenland ist es den Juden fast unmöglich zu leben. In der Türkei werden die Juden von den Christen in solcher Weise verfolgt, dass sie sich in der Osterwoche in ihren Häusern halten müssen, um nicht auf der Strasse zerrissen oder todtgeschlagen zu werden. Selbst in Smyrna ist dies der Fall, wo sich doch die civilisirteste christliche Gemeinde des ganzen Orients befindet. Schaudererregend sind die Zustände, und die einzige Autorität, welche noch Ordnung zwischen Christen und Juden zu halten strebt, ist die türkische Regierung. Man braucht nur in der Charwoche in Jerusalem zu sein, um zu sehen, dass die türkische Regierung Truppen mar schireu lassen muss, um die Katholiken abzuhalten, den Griechen die Hälse abzuschneiden, und umgekehrt; und die Juden sind in der schlimmsten Lage, da sie beiden ein Stein des Anstosses sind." Layard schloss mit der Hoffnung, dass die Debatte sowohl von den Griechen als den Serben beherzigt werden möge. Paris. Den 21. März fand die feierliche Installirung des Herrn Isidor, Grossrabbiner zu Paris, zum Grossrabbiner des Central-Consistoriums statt. Der Act ging im Consistorialtempel in Gegenwart einer grossen Versammlung vor sich, in der hervorzubeben: Hamille, Director der Verwaltung der Culten; Sayoux, Vicedirector5 Rozan, Chef des Bureau der nichtkatholischen Culten; Cremieux; die Professoren und die Hörer des Rabbinerseminars, der Rabbiner von Versailles, der Grossrabbiner von Strassburg, die Professoren vers cbiedener Schulen und eine bedeutende Anzahl von Notabilitäten aller Confessionen und jedes Standes. Nachdem Orgel und Gesang den Act eröffnet hatten, richtete der Präsident des Centralconsistoriums, Oberst Cerfbeer, eine kurze Anrede an den neuen Oberhirten des französischen Judenthums. Herr Isidor erwiederte in einer trefflichen Rede, der er die Worte Zacbar. 3, 7 zu Grunde legte. Er sprach mit tiefer Pietät von seinem Vorgänger, dem sei. Central-Rabbiner Ulmann, sagte, dass er lange von der Grösse der Verantwortlichkeit des neuen Amtes zurückgeschreckt, bezeichnete die Pflichten dieses Amtes und schloss mit einem Gebete zu Gott, dass er ihm zu deren Erfüllung verhelfe. Die Rede machte einen tiefen Eindruck auf die Versammlung.

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