Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 16 (1867)
- Issue
- Heft 4
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1867-01-01
- Page
- Seite 158 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2829132-2829346-2829351-2862745--10541-2862790- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
^ד׳ץ "ז; 168 Recensionen und Anzeigen. die Seitenzahlen in Herzfeld B. III. S. 622 im Inhalts verzeichn! ss, Artikel ״Synagoge.“ Mit mehr Schonung und Rücksicht werden .,die gottesdienstlichen Vorträge der Juden“ benützt, denn w’ährend Herzfeld an den betreifenden abgeschriebenen Stellen gar nicht erwähnt wird, wird Zunz doch wenigstens hie und da genannt, aber abgeschrieben wird er doch, wenn auch nicht in dem Grade, wie Herzfeld. So z. B. Daschak, 8. 252 ff.; Zunz, S. 8; Duschak, S. 259 ff.; Zunz, 8. 5 ff., Duschak, S. 268; Zunz, S. 7—9. Wir halten diese letzteren Plagiate für sehr unwesentlieh, denn es sind im Grunde doch nur einzelne Sätze oder Citäte, die abgeschrieben worden, aber es kommt im Grunde auf die Grösse des Plagiats gar nicht an. Ein anderes, übrigens harmloses Plagiat hat der Verfasser begangen an der 1857 erschienen Schrift ״über Piutim“ von Wolff. Letzterer hat ״die Stimmen der ältesten, glaubwürdigsten Rabbinen“ gesammelt, welche gegen die Piutim geeifert haben. Duschak citirt nun, S. 231, ohne Wolff zu nennen, die Namen dieser sänimtlichen Rabbinen, genau in derselben Reihenfolge, wie Wolff Wir zählen die Namen dieser Rabbinen, und sieh', es fehlt kein theurer Name. Es sind richtig, da wie dort, deren 21. Wir aber glauben, dass es bei solchen Dingen weniger auf die Namen der Autoritäten, als auf deren Gründe ankommt, und letztere erwägt der Verfasser nicht genau, er wäre sonst anf Peer ha -Dor Gutachten 64 eingegangen, wo gegen die Piutim ein triftiger halachischer Grund geltend gemacht wird. Erwägen wir alles dies, was wir bisher vom vorliegenden Buche gesagt haben, so erscheint der Zweifel, den wir Eingangs unserer Beurtheilung ausgesprochen haben, wohl gerechtfertigt, dass der Verfasser mit seiner neuesten Schrift der Wissenschaft keinen wesentlichen Dienst geleistet habe. Nichtsdestoweniger können wir mit gutem Gewissen das Buch Vielen empfehlen, namentlich Denjenigen, welche nicht im Besitze der genannten Werke von Ewald und Herzfeld sind. Dr, H. Gross.