Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 16 (1867)
- Issue
- Heft 4
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1867-01-01
- Page
- Seite 157 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2829132-2829346-2829351-2862745--10540-2862789- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
m / Recensionen und Anzeiger!► ' / ־ Ewald’s Geschichte des Volkes Israel.u Ewald’s Geschichte hat, weil sie bloss aus biblischen, nicht auch aus talmudischen Quellen geschöpft hat, wesentliche Löcken. Unser Verfasser ist bemüht, diese Lücken auszufüllen, und daher beutet er nach Kräften Herzfeld’s ״Geschichte des Volkes Israel"^ aus. Die ״Excurse" dieser Geschichte sind für unsern Verfasser eine wahre Fundgrube. Der 24. Excurs, B 1IL, 8. 183, ״über die erste Entwicklung des Synagogen - Gottesdienstes" wird mehr oder weniger annectirt und den annectirten Stellen ihre Eigenthümlichkeit gelassen. Wir verweisen nur auf folgende Parallele: Duschak, S. 160•—161. ״Frankel, der dies en Ursprung der Haftara nicht adoptiren will, viudicirt diesem Worte in seinen Vorstudien, 8. 50, die Bedeutung:Introduction eines Vortrags, und vergleicht dazu, weil pa׳tar im Hebräischen ,,öffnen" bedeute, und in den Midraschim so häufig die Formel vorkomme, der und der fing seinen Vortrag patach mit folgendem Verse an; allein die mit patach anfangen־ den Stellen bezeichnen gewöhnlieh nicht Einleitungen, sondern selbstständige Vorträge, dann wäre auch die Hifil-Form des Wortes unbegreiflich." Hcrzfeld, B. III., 8. 217-219. ״Frankel, in seinen Vorstudien S. 50, vindicirt diesem Worte die Bedeutung: Introduction eines Vortrages, und vergleicht dazu, weil patar itn Altibräisehen ״öffnen" bedeute, die in den Midraschim so häufige Forinel: Der oder der patach habe seinen Vortrag mit folgendem Verse an gefangen. Allein 1. ein Blick in die Midraschim zeigt, dass die mit patach anhebenden Stellen 11. s. w. nicht Einleitungen, sondern selbstständige Deraschot sind; 2. wäre dann die Hifil-Form des Wortes unbegreiflich." Der Verfasser hat seine eigene Ansicht über die Bedeutung des Wortes Haftara, allein sämmtliche Citate, mit denen er manipulirt, sind aus Herzfeld entlehnt. Wir verweisen bloss auf folgende Parallelen: Duschak, 8. 259—60; Herzfeld, B. III; 8. 215—217; Duschak 8. 149—150; Herzfeld, B. I. 8. 387, 9. Excurs; Duschak, 8.188 ff.; Herzfeld, B.III. S. 183—186; Duschak, 8. 262—263; Herzfeld, B. III. S. 44—45 und 8. 58—60; Duschak, 8. 372 —380; Herzfeld, B. III. 557 ff., 29. Excurs: ״über den Tempel des Onias." Duschak 8 . 390 ff. ״die Synagoge" vergl. Frankel, Monatsschrift. XVI. 4. 2ן