Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 16 (1867)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Zur talmudischen Lexicographie
- Date
- 1867-01-01
- Page
- Seite 155 (sequence 2)
- Language
- German
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- Rashi 2× ep/1002670
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MN 155 Buxtörf’s Erklärung findet sich zwar in Raschi und zwar mit den''Worten: מי שרגיל לחניה ידו אצל נחיריו על שפתיו ררך הוא להביא לו פחד רוח רעה Demnach wäre der Sinn rein sympathischer Natur. Bedenkt man aber, dass Amch דרגא durch מנהג בני ארס כשיש להם פחד erklärt, so wird in dieser Stelle nur die Deutung einer äussern, körperlichen Bewegung angegeben, aus der auf eine innere Gemüthsstimniung geschlossen werden kann. Ich halte nun dieses Wort אלס identisch mit dem griechisehen ovg uhog, und übersetze: Die Hand an (oder in) die Ohren ist ein Zeichen der Furcht. אלסיא ist die chaldäische Plural- Bildung von einem fremden Worte, wie sonst häufig. Unterstützt wird diese Erklärung durch eine bekannte Stelle im Koran Sura II., 18, wo von den Ungläubigen gesagt wird, es würde eine solche Finsterniss, Donner und Blitz sein, dass sie ihre Finger aus Todesangst in ihre Ohren stecken würden. Demnach hätte die Stelle eine ganz einleuchtende Erklärung. Es entsteht freilich die Frage, ob diese Erklärung auch in den übrigen Stellen, wo אלסיא vorkommt, zutreffend ist? Ich glaube, dass dies allerdings der Fall sei. Die dämonische Stelle Sabbat 67 a אלןלקפי ראלי ואאלסי רגזרייתא (die übrigens Aruch אס (ed. Bas.] fehlerhaft citirt ist, denn dort heisst es: אקרקפי דארילא אוסי דגזריחא) und die Raschi durch לבהוטם לביאל נקבל und nach ihm Buxtorf in naribus laeaenae, kann jedenfalls ebenso gut durch in auribus erklärt werden. In der Stelle Baba b. 73, 6, in der R. b. b. Ohanah seine Wundergeschichte von dem grossen Fische erzählt, und wobei die Worte: ההוא מורא דיחבא ליה אכלא טינא באוסיא ואדחוה מיא Vorkommen, wobei Raschi ebenfalls באלסייא durch בנחיריו erklärt, kann es, dem Sinne unbeschadet, ebenfalls durch ״Ohren“ erklärt werden. Analekten.