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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1867-01-01 · Heft 3 · p. Seite 122

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
16 (1867)
Issue
Heft 3
Article
[Nachricht] / Frankel, Zacharias
Date
1867-01-01
Page
Seite 122 (sequence 3)
Language
German
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122 Nekrolog. Walid Merwan Ibn-Djanach 1851", dem eine treffliche Abhandlung ähnlicher Art: ״Rabbi Saadia Gaon" schon im Jahre 1838 vorangegangen war, ״Mdlanges de philo* Sophie juive et arabe 1857 — 1859" (von Dr. B. Beer in’s Deutsche übertragen) u. a. m. Vieles Aufsehen machte in der gelehrten Welt die Monographie: ״FInscription Phdnicienne de Marseille 1848", ferner sein ״Essai sur Flnscription Pünicienne du sarcophage d’Eschmounezar, roi de Sidon," im Journal Asiatique 1856, in denen er sich als der gründlichste Entzifferer des Phönizischen be* währte. Aber epochemachend und seinen Namen für alle Zeiten bewahrend ist sein ״Guide des egares, 3. Tomes 1856 —1866", der zum ersten Mal edirte arabische Text des More Nebuchim des Maimonides, mit französischer Uebersetzung und Anmerkungen. Der Guide legt umsomehr Zeugniss von der erstaunenerregenden Gelehrsam* keit Munk's ab, als er dieses grosse, einige Tausend Seiten umfassende Werk bei völliger Abwesenheit des Augenlichts verfasste! Munk war nämlich des Sehorgans seit dem Jahre 1851 beraubt, und dieses führt uns zu dem, was Munk seinen Glaubensgenossen leistete und welche traurigen Folgen ihm hieraus erwuchsen. Die berüchtigte Blutbeschuldigung zu Damaskus im Jahre 1840 hatte allgemeine Aufregung hervorgerufen, und Munk ging als Begleiter Crdmieux’ nach Alexandrien, um die Befreiung und Unschuldserklärung der, durch den tückischen Fanatismus des christlichen Damaszener Pöbels des Mordes des P. Thomas angeklagten Juden vom Vicekönig von Egypten zu erwirken. Munk, der gründliche Kenner des Arabischen, leistete hierbei grosse Dienste und trug wesentlich zu dem Erfolge bei, dass der Vicekönig in seinem F er man die Juden für unschuldig erklärte. Munk erwarb sich ferner ein grosses Verdienst um die Juden des Orients durch die von ihm ergangene Anregung, Schulen für die heranwachsende Jugend zu errichten; sein beredter, von echter Humanität und inniger Gottesfurcht sprechender Aufruf fand Anklang in dem Herzen vieler Glaubensgenossen. Doch der Edle hatte mit seinem Augenlichte diese Erfolge erkauft! Der feine Sand Egyp-

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