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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1867-01-01 · Heft 3 · p. Seite 112

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
16 (1867)
Issue
Heft 3
Article
[Rezension]
Date
1867-01-01
Page
Seite 112 (sequence 2)
Language
German
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112 Recensionen und* Anzeigen. ׳ - *Dies spricht dafür, dass es nicht blas der Reiz der Neuheit war, welcher• den Geist za neuen Unternehmungen antrieb, sondem ein innerer, in der veränderten religiösen Anschauung der Zeit begründeter Drang. Die wissenschaftlichen Bestrebungen, von denen die Rede ist, gingen mit den allgemeinen, praktisehen, auf die zeitgemässe Verbesserung und Umgestaltung des xGottesdienstes gerichteten Bestrebungen Hand in Hand, und der Aufschwung, den die wissenschaftlichen Bestrebungen genommen hatten, kam den praktischen zu statten, entzog sie der einseitigen Willkür, der momentanen Laune und gab ihnen eine sichere Grundlage. Die Wissenschaft griff versöhnend in die Bewegung ein, deren Brennpunkt der Gottesdienst war. Die mannigfachsten, den synagogalen Cultus betreffenden Zeitfragen wurden von wissenschaftlichem Standpunkte aus besprochen, und es entstand so eine grosse Reihe von Schriften kritischpraktischer Tendenz über sämmtliche Angelegenheiten des synagogalen Cultus. In den Kreis dieser letzteren Schriften gehört auch das vorliegende Buch von Duschak; aber die Aufgabe, die es sich stellt, ist weit umfassender, als die der oben genannten Schriften; es will zusammenfassen und zu einem Ganzen methodis eh vereinigen, was jene nur einzeln und fragmentarisch hehandelten; es geht ferner auf den Ursprung des synagogalen Cultus im Tempelcultus zurück. Der Verfasser ״will zu schildem versuchen, wie der Tempel- und Synagogen - Gottesdienst beschaffen war, wie letzterer beschaffen ist und sein soll" (Einleitung). Die Aufgabe des Buches ist damit klar angegeben, seine kritische Tendenz deutlich ausgesprochen. Was der Verfasser versuchen will, ist nachahmungswerth, sein wissenschaftliches Streben verdient unsere volle Anerkennung; der Verfasser hat auch sonst in der jüdischen Wissenschaft schon manches Anerkennenswerthe geleistet, ob er aber mit seiner neuesten Schrift der Wissenschaft einen wesentlichen Dienst geleistet hat, möchte Referent wenigstens bezweifeln. Der Verfasser leistet weniger, als er verspricht, und das Wenige, das er leistet, entspricht lange den Erwartungen nicht, zu denen uns sein Name berechtigt. Referent will sich in der Beurtheilung des Buches lediglieh auf drei Punkte beschränken, welche ihm das Titelblatt an die Hand gibt: a) Geschichte, b) und Darstellung des jüdischen

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