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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1867-01-01 · Heft 3 · p. Seite 94

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
16 (1867)
Issue
Heft 3
Article
Über das "Schächten", vom physiologischen Standpunkte
Date
1867-01-01
Page
Seite 94 (sequence 2)
Language
German
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94 Ueber das ״Schackten“," Ritus Thierquälerei sei. Damals ist durch die Bemühungen meines hochverehrten Lehrers und Freundes, des Dr. Adler, die Anklage zurückgewiesen worden. Zweifelsohne wird diesmal dasselbe Resultat erzielt werden, und das Judentlium, das ganz andere Angriffe angewiesen hat, auch über diese kleinliche Nörgelei triumphiren, sobald nur die rechten Waffen angewandt werden. Auf geschehene Aufforderung habe ich mich daher veranlasst gesehen, ein wissenschaftliches Gutachten über die einschlagenden Fragen von einer Autorität in seinem Fache, dem Professor Dr. Gerlach, Director der Königlichen Thierarzneischule hierselbst, mir zu erbitten. Mit der liebenswürdigsten Bereitwilligkeit hat derselbe sich der Mühewaltung unterzogen und das nachfolgende Gutachten mir eingehändigt, das ich um so lieber veröffentliche, als es in seiner klaren, gründlichen und wissenschaftlichen Weise die Frage über allen Zweifel erhebt und einen wahren Triumph der jüdischen Lehre begründet. So wird stets aus den Angriffen beschränkter Unwissenheit und unduldsamen. Halb Wissens der Sieg der gründlichen Erkenntniss und der befreienden, echten Wissenschaft sich ergeben. Hannover, im Januar 1867. Landrabbiner Dr. Meyer. Gutachten über das Schächten. Herr Landrabbiner Dr. Meyer hieselbst hat mich mündlieh ersucht, ein Gutachten darüber abzugeben, ob das Schlachten nach jüdischen Vorschriften, das ״Schächten", Thierquälerei sei, oder nicht. Ich habe mich deshalb zunächst von der Art und Weise der Ausführung des Schäehtens und des Sterbens der geschachteten Ochsen und Kälber durch eigene Anschauung überzeugt und will hier den beobachteten Hergang kurz vorweg schicken. Nachdem die Ochsen auf zweckentsprechende Weise auf die rechte Seite und zwar auf einen Strohsack niedergelegt und geknebelt waren, wurde eine zwei Fuss lange

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