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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1867-01-01 · Heft 3 · p. Seite 93

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
16 (1867)
Issue
Heft 3
Article
Eon Blick auf die Juden in Galizien
Date
1867-01-01
Page
Seite 93 (sequence 13)
Language
German
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Ueber das ״Schachten.“• 98 nichts besser, um kein Haar anders geworden. Es ist Alles ungestört beim Alten geblieben. Und woher dies? Nun, weil es sich mit diesem Decrete wie mit so vielen andern, namentlich eine Wohlthat in sich schliessenden Regierungs-Erlässen dort verhält. Die linke Hand will nimmer wissen, was die rechte gethan, ja die linke schmuggelt wieder ein, was die rechte als Verbotenes weggenommen. Und so gedeiht und schiesst denn weiter das Chederwesen in üppigster Ueberwucherung auf. Der Staat drückt die Augen zu, die Juden halten krampfhaft die schützenden Hände darüber, und die polnische Bevölkerung sammt dem Clerus schauen vergnügt darein und lassen gern und mit heimlicher Freude die Juden gewähren. Denn mit jedem Gange in’s Cheder wird die Macht des Clerus stärker, werden die Privilegien der Polen befestigter. Die Privilegien sagen wir, und damit kommen wir auch zu der politischen, oder besser (da bei den galizischen Juden alles Politische auf die Art der Stellung zu ihren Mitbürgern hinausläuft) zu der socialen Stellung der dortigen Juden, deren Betrachtung für uns darum von grosser Bedeutung ist, weil viele in das religiöse und praktische Leben tiefeingreifende Sitten und Eigenthümlichkeiten der dortigen Juden gerade aus ihr, unseres Dafürhaltens, hergeleitet werden müssen. (Schluss folgt.) Ueber das ״Schächten“, vom physiologischen Standpunkte. Vom Director Professor Dr. Gerl ach. Bekanntlich hat man jüngst in der Schweiz, in Ermangelung besserer Waffen, die Thierquälerei benutzt — um die Juden zu quälen! Originell ist das Verfahren nicht, das chon vor circa zehn Jahren in London ganz dieselbe Anklage vorgebracht ist•, dass das Schächten nach jüdischem

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