Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 15 (1866)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Der Einfluss des Judenthums auf die Entstehung und Ausbildung des Islam nach den neuesten Forschungen von Sprenger und Nöldecke
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 442 (sequence 2)
- Language
- German
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1,4י' < 1 י k ף י v ־ s־’ל י ~ .> ^*׳>**־‘ f ׳ T י׳^^י; 442 .: Der Einfluss des Judenthums auf die Entstehung und- ■V: ׳ bereits früher so bekannt und verbreitet waren, dass ihrer Einführung Nichts im Wege stand! Ausserdem tritt ja auch der Islam von vornherein mit der vorgeblichen Bestimmung, auf, die bestehenden Religionen zu reformiren, die in denselben vorhandenen Wahrheiten von den Schlacken zu befreien, mit denen sie behaftet, eine Religion zu gründen, welche alle Bekenner des Monotheismus vereinigen sollte, keineswegs aber die früheren Offenbarungen zu leugnen oder zu bekämpfen. Wenn es daher klar auf der Hand liegt, dass Muh ammed bei der Gründung des Islam sowohl vom Judenthum, .wie vom Christenthum, wie von der heidnischen Religion der Araber beeinflusst worden, so ist doch die Frage nach dem Gerade des Einflusses,' den eine jede der genannten Religionen ausgeübt, weit schwieriger zu beantworten, schwieriger schon deshalb, weil Muhammed das Entlehnte in der Regel umzugestalten und den Grundprincipien seines Religionssystems conform zu machen suchte, besonders aber, weil Muhammed, wie aus mehreren StelLen des Koran deutlich hervorgeht, zu verschiedenen Zeiten, je nachdem ihm an der Freundschaft der Bekenner der einen oder der anderen Religion mehr oder minder gelegen war, ihre Einrichtungen und Gebräuche annahm und später wieder verwarf. Nichtsdestoweniger lässt sich nicht leugnen, dass der Einfluss, den das Judenthum in positiver, wie in negativer Weise auf den Islam ausgeübt hat, bei weitem überwiegend ist, dass der vorislamischen Religion der Araber mit alleiniger Ausnahme des Gebotes über die Wallfahrt nach Mekka und über die Verehrung der Kaaba nur nebensächliche Lehren und Gebräuche entnommen sind,,und dass auch das Christenthum seine vom Judenthum abweichenden Lehren und Anschauungen nur in geringem Maasse im Islam wiederfinden wird. Bereits vor mehreren Jahrzehnten ist in einer Abhandlung von Geiger nachgewiesen worden, was Muhammed aus dem Judenthum genommen hat; allein erschöpfend ist der Gegenstand in dieser Abhandlung keineswegs behandelt, der Korän enthält noch manches Andere, als das in der Geiger-