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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1866-01-01 · Heft 11 · p. Seite 402

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
15 (1866)
Issue
Heft 11
Article
Rückblick auf Zustände und Ereignisse der Juden in Frankreich, Italien, dem Orient un der Nordküste Africa's während der letztvergangenen Decennien
Date
1866-01-01
Page
Seite 402 (sequence 2)
Language
German
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־ דV < - ־v;; ■ ׳י״;r־ Rückblick auf Zustände und Ereignisse der Juden legenheiten, Reschid-Pascha, dessen Sohn, Ghalib-Pascha, die Tochter des Sultans geheirathefchatte; auchunterliessen wir nicht bei den früheren Grossvezieren vorzusprechen, die bei der schwankenden Politik der hohen Pforte früher oder später leicht wieder zu Macht und Ansehen gelangen konnten. Inmitten dieser anstrengenden Beschäftigungen erwa-r־־ tete ich die Audienz beim Sultan. Ein in der Nacht von Bujukdere abgeschickter Courier weckte mich Sonnabend Nacht und lud mich ein, mich des andern Morgens zeitig nach der Sommerresidenz der Gesandten zu begeben, von wo mich Herr Schreiner in den Tscheragen - Serail führen würde, um mich dort dem Sultan vorzustellen. Wir fanden uns zur angegebenen Stunde im Paläst ein; ein geheimnisvolles Schweigen herrschte in allen seinen Räumen, und ich stand plötzlich vor seiner kaiserliehen Majestät. Nachdem ich dem Sultan für das Wohlwollen gedankt hatte, das er mir durch die Gewährung einer Audienz bewiesen habe, bemühte ich mich, ihm ein klares Bild von der Lage Jerusalems zu entwerfen und ihm meine Pläne für die Einwohner dieser Stadt, die in der Sprache des Islam Kaddes, d. i. die heilige, genannt wird, darzulegen. Der Sultan dankte seinerseits und sprach zu mir: ״Du hast das Glück gehabt, diese Stadt zu sehen, die ich ebenfalls zu besuchen Verlangen trage.4‘ Wir kamen endlich auf das wichtigste Thema unserer Unterredung, und ich nahm mir die Freiheit, zum Sultan die Worte zu sprechen: ״Dein väterliches Herz, das so warm für deine Unterthanen schlägt, wird sicherlich viele Rechte und Privilegien denen gewähren, welche sie noch nicht besitzen.“ Sei es nun dass der Sultan mich verstanden hat, sei es, dass er vom Grossvezier, gegen welchen ich meine Besorgniss in Betreff der im Friedensvertrage möglicherweise anzuwendenden Ausdrücke ausgesprochen hatte, vorbereitet worden war, er antwortete unmittelbar darauf sehr freundlich: ״Mein Herz kennt keinen Unterschied, unter den Rayas, d. h. niehtmuhammedan. Unterthanen, meines Reiches; alle Rechte und Privilegien, wie sie auch

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