Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 15 (1866)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Rückblick auf Zustände und Ereignisse der Juden in Frankreich, Italien, dem Orient un der Nordküste Africa's während der letztvergangenen Decennien
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 374 (sequence 14)
- Language
- German
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׳ ע•;' r v> י ' r> T« '1,‘י BT^ ' RMckblick axifvZiistande tmd Ereigmsse^der Juden ך! Um Mitternacht begegneten wir in der Ebene von Saron dem französischen Consul, der von einem Ausfluge nach Jaffa zurückkehrte. Die Befürchtungen, die er hegte, sind Gott sei Dank nicht ein getroffen, und er hat als Ge neralconsul von Tripolis-, wohin er später berufen worden ist, oftmals von Pilgern die ununterbrochen fortschreitende Entwickelung rühmen hören, welche die neuen Anstalten am Sitze seines frühem Consulats nehmen. Nach einer glücklichen Ueberfahrt gelangten wir am 9. Ab nach Alexandrien, wo wir freundlich empfangen und von allen Seiten von Neugierigen bestürmt wurden, die aus unserem Munde die guten Nachrichten über Jerusalem vernehmen wollten. Der folgende Sabbat war, wie sein Name sagt, wirklich ein Sabbat des Trostes für unsere Glaubensbrüder in Alexandrien. Alle Freunde unserer Sache, zu denen ich besonders den österreichischen Generalconsul von Egypten, Herrn Hüb er zähle, begleiteten mich auf das Dampf boot der Lloyd Gesellschaft, welches mich nach Constantinopel bringen sollte; und am 11. August erreichte ich nach einer sechstägigen Fahrt und mehrstündigem Aufenthalte ' in Smyrna die Hauptstadt des türkischen Reiches. Noch in Reisekleidern wurde ich vom damaligen Österreichs scheu Gesandten bei der Pforte, dem Baron Bruck, einpfangen und brachte ich einige Tage bei ihm in seiner Residenz zu Bujukdere, auf dem Bosporus zu, um durch seine Vermittelung vom Sultan Abd-ul-Medjicl Alles, was uns für die Entwickelung der jüdischen Angelegenheiten nöthig schien, zu erlangen, In Herrn Bruck fand die Sache der Juden in der That einen treuen Freund, und dieser Umstand kam uns sehr zu statten, da damals gerade der Krimkrieg und der aus diesem Kriege hervorgehende Friedensvertrag Gelegenheit bot, die Beziehungen zwischen der Pforte und ihren nicht zum Islam gehörigen Unterthanen zu regeln. Die Christen, Katholiken wie Protestanten, hatten natürliche Beschützer an den verschiedenen Mächten, die an dem Kriege und dem Friedensschlüsse theilnahmen; aber wo sollten unsere Glaubensgenossen so warme Vertheidiger finden, um mit