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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1866-01-01 · Heft 9 · p. Seite 356

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
15 (1866)
Issue
Heft 9
Article
[Rezension]
Date
1866-01-01
Page
Seite 356 (sequence 2)
Language
German
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356 Recensionfcn und Anzeigen. u. s. w. nach den Quellen dargestellt und tritt mit dem Wunsche auf (Vorrede S. VI.), ״durch eine getreue Angabe und Darstellung der Quellen und die hierauf beruhende Auffassung der Arbeit auch den gelehrten Kreisen einen kleinen Beitrag zur Geschichte des Juäenthums zu liefern“. Da also der Verfasser durch eine auf den Quellen beruhende Auffassung selbst den gelehrten Kreisen einen Beitrag verspricht, so ist natürlich zu erwarten, dass der Verfasser die Quellen und das der Ge- Schichtsschreibung zur Verfügung stehende Material in eigener, origineller, von den bisherigen Historikern verschiedenen Art und Weise benutzt und ausgebeutet hat, zumal dieses — wie uns der Verfasser versichert -— noch keineswegs so verarbeitet und wissenschaftlich durchforscht ist, als es allen Anforderungen der historischen Kritik gegenüber, nothwendig und wünschenswerth erscheint. Allein, wir haben vergebens gesucht und haben nirgends auch nur den Schatten einer originellen Verarbeitung und Auffassung gefunden, vielmehr folgt der Ver* fas8er überall nur den Spuren, welche von früheren Historikern bereits längst betreten sind;1) worin er sich von diesen unterscheidet, ist höchstens die Erzählung von Märchen aus dem Schalscheleth hakab. 8. 75, A. 4, 8. 157 ff., welche als historisehe Thatsachen ausgegeben werden. Es kann dies Letztere auch als Beispiel für die Darstellung der Quellen gelten, welche irgendwie zu prüfen der Verfasser sich nirgends die Mühe nimmt So wird ebenfalls der Iggereth ha Bamham, 8. 73 ohne Weiteres als echt angenommen, obwohl man an dem masslosen Symbolisiren dieser Epistel leicht erkennen kann, dass sie schwerlich von Maimonides herrührt. Endlich wird auch das Versprechen einer getreuen Quellenangabe durchaus nicht erfüllt. Man sehe das erste Capitel der ersten Abtheilung. Hier wird die Geschichte der Juden in Spanien während 700—900 erzählt; in diesem ganzen Capitel werden zwei Dinge quellenmassig belegt: 1) dass die Statthalter Spaniens den Juden sogar נ) Zu rügen ist es, dass bedeutende historische Entdeckungen auf ihre Urheber nicht zurückgeführfc werden. Die Existenz des Chazarenreiclies wird z. B. als selbstverständlich angesehen 8. 67, A. 1. Ein anderes Beispiel 8. 67, A. 1.

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