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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1866-01-01 · Heft 8 · p. Seite 318

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
15 (1866)
Issue
Heft 8
Article
[Rezension]
Date
1866-01-01
Page
Seite 318 (sequence 4)
Language
German
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318 Reeensionen und Arizeigen. Gräber aller Patriarchen, Propheten und geschichtlichen Perr sonen vor sich zu haben, und so erfahren wir von hier nur״ wenig Nachrichten, die eine strenge Kritik zu bestehen vermögen. Diese Reisebeschreibung ist in ziemlich fliessendem Hebräisch geschrieben, das jedoch oft mit. Fremdworten untermengt ist, um deren Erklärung sich die schon erwähnten, vom Herausgeber beigegebenen eigenen Noten sowohl, als die des Herrn Jacob Reifmann oft mit glücklichem Erfolge bemühen. Der erste Theil unseres Mariuscriptes bis zur -Seite 8 des vorliegenden Heftes ist zum erstenmale im Jahre 1690 von Peringer Lilieblad abgedruckt worden, und von da in Wolf’s Bibliothek Th. Hl. und Ugolini’s Thesaurus übergegangen, und ausserdem von Carmoly in seinen Itineraires übersetzt worden, der bei Weitem grössere Theil des Manuscriptes jedoch erscheint in unserer Sammlung zum erstenmale im Druck. Die beiden andern in unserem Hefte enthaltenen Reisehe- Schreibungen bewegen sich fast auf demselben Boden, wie die des R. Samuel ben David, und bieten wenig Neues. Die eine hat zum Verfasser Rabbi Moses ben Elijahu Halevy, ebenfalls aus der Krimm, der am 12. Elul 5414 (1654) von Kaffa aus seine Reise unternimmt und am 4. Nissan 5415 zurückkehrt. Rabbi Benjamin ben Elijahu, der Verfasser der dritten Reisebeschreibung, wie R. Samuel aus Ooslew, tritt seine Reise im Jahre 1785 den 19. Tammus 5546 an, begleitet von vier Mannern und einer Frau, sämmtlich den Karäern an gehörend, und kommt den 14. Oheschwan in Jerusalem an. Seine Besuche gelten fast denselben Plätzen, die seine beiden karäischen Vorganger aufgesucht. Ausser den schon öfter erwähnten Noten, welche die schnelle Lectüre des Buches erleichtern, gibt der Herausgeber in der Einleitung eine kurze Geschichte der jüdischen Reisebeschreiber, die mit Geschick die Resultate der jüdischen Wissenschaft auf diesem Gebiete zusammenstellt und bis auf die neueste Zeit reicht. Druck und Papier genügen allen Ansprüchen; nur hätten wir die Noten unter dem Texte, und nicht am Ende des Buches gewünscht. G.

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