Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 15 (1866)
- Issue
- Heft 8
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 314 (sequence 4)
- Language
- German
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314 Recensionen und Anzeigen. abgeleitet werden. Wir fragen aber ähnlich wie der Verfasser; Wenn der Regen einbricht und einschlägt, so muss doch wohl der Thau milder wirken als das Einschlagen? In vielen Stellen kommt aber טל in Verbindung mit רעף und ערף vor. Der Verf. erklärt freilich auch hier durch ״einschlagen". Ausserdem beachte man noch, wie durch eine solche Erklärung der schöne Parallelismus in diesem Verse gestört wird. V. 5 wird übersetzt: ״Entartet ist ihm — nein, seiner Kinder Makel ist es י— ein krummes . . . Geschlecht" שהת לו als Prädicat wird von seinem Subject דור עקש durch die Parenthese לא בניו מומם getrennt. Eine ganz unhebräische Redeweise. Ausserdem ist hier das לא durchaus keine Correctur des Vorhergehenden, da das שהח לו nichts Gegentheiliges von dem בניו מומם enthält. Zu V. 10 wird bemerkt: אישון ist kein Männlein (nach Zunz), sondern der Grund des Auges, und zwar stammt es ab von — אשיות und אשישים von אשת oder אישון (!) י אשש heisst, aber sicherlich Männlein (vergl. diese Mts sehr. 1866, Aprilheft). V. 18 wird das schwierige תשי als Hiphil von ״ שוחgleich sein" erklärt, und die betreffende Stelle wird übersetzt: ״Den Hort . . . stellst du bildlich dar." Aber der Hiphil von ,שוך heisst nur ״gleich machen", und stets muss der Dativ folgen, wie alle Parallelstellen es beweisen. 33, 2 wird ab weichend von allen bisherigen Erklärungen מימינו אש דת לכלו durch: ״aus seiner Rechten strahlte ihnen Feuer" übersetzt. Folgende Experimente werden mit dem Worte דח gemacht. Es wird ein Verbum רות angenommen, das gleich דשא ursprünglich ״sprossen" bedeutet. Da sich aber in den V er bis ציץ und נצץ 5נןץ die Bedeutungen ״strahlen" und ״sprossen" vereinigen, so hat ihm auch רות die Bedeutung ״strahlen". Bewogen wird der Verf. zu dieser radicalen Annähme durch sieben Gründe, von denen wir nur den ersten anführen können, weil uns die andern wirklich zu kleinlich erscheinen. Der Haupteinwand ist: das Subst. דת ist erst in den spätem Büchern Daniel, Esra und Esther zu finden. Wir lassen den Einwand gelten; das Wort ist fremdartig. Aber sollte es nicht gerathener sein, ein Wort anzunehmen, das einige ganz unbedeutende Sch wierigkeiten bietet, das sich aber doch wenigstens in Daniel, Esra und Esther findet, als ein solches, das überhaupt gar nicht existirt? Solcher Beispiele von etwas