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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1866-01-01 · Heft 8 · p. Seite 302

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
15 (1866)
Issue
Heft 8
Article
[Rezension]
Date
1866-01-01
Page
Seite 302 (sequence 2)
Language
German
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,י 1י, . V;׳f!T Rebensiohen'und Äüzeigea. > schmerzen wieder bei der neuen Berührung, bei der von Neuem wachgerufenen Erinnerung, aber sie erhalten auch lindernden Balsam in dem Gedanken an die Möglichkeit, mit ihm in geistigen, uns föidernden Verkehr zu treten, mit ihm gemeinsam zu denken und zu fühlen. Die stärkende Freude an dein, was er geschaffen, wechselt schnell ah mit der betrübenden Erinnerung an das, was wir verloren; aber beide scheinbar so entgegengesetzte Empfindungen sind dennoch in gleicher Weise geeignet, uns die hohe Bedeutung dieses Mannes zum vollen Bewusstsein zu bringen, und zu einem heilsamen Streben in seinem Sinne und Geiste anzuspornen. Darum sind uns auch diese letzten Zeugen seines Wirkens und Schaffens gar willkommen und lieb, und darum fühlen wir uns dem zu hohem Danke verpflichtet, der diese beredten Zeugen uns treu vermittelt. Herr Dr. Rosin, der Herausgeber dieser Predigten, bat dieselben überdies durch eine genaue Quellenangabe noch brauchbarer gemacht. Der sei, Verfasser hat nicht die letzte Feile an seine Predigten angelegt; er hat sie sogar, wie aus der Vorrede des Herausgebers hervorgeht und wie Composition und Gang maneher Predigten deutlich beweisen, fast nur skizzenhaft hingewerfen; es gehörte darum nicht geringe Sorgfalt und Vorsicht dazu, dieselben so auszufüllen und abzurunden, dass Wesentliebes und Eigentümliches unberührt blieben. Nur pietätsvolie Freundschaft vermochte diese schwierige Aufgabe voll und angemessen zu lösen. Jedoch eine die Herausgabe betreffende Bemerkung möchten wir uns hier gestatten, der wir für die F01ge Berücksichtigung wünschen. Sachs hat, so viel uns bekanut, und wie es bei einem auf der Höhe der Zeit stehenden und in der Mitte eines so bedeutenden Ortes, wie Berlin, wirkenden Prediger nicht anders sein konnte, oft auf die Zeitbewegungen und Ereignisse, namentlich insoweit sie das Judenthum berührten, Rücksicht genommen, hat oft in den Predigten das zum Ausdrucke gebracht, was er dem Leben abgelauscht. Wenn wir nun auch der Auswahl zu Liebe, die der Herausgeber uns von den Predigten gibt, auf eine strenge chronologische Folge verzichten, so ist doch der Mangel jeder chronologischen Angabe (wie die der Jahreszahl) zuweilen dem vollen Erfassen der Tendenz des Predigers nicht wenig hinderlich. So muss beispielsweise der Prediger S. 155 und 156 bestimmte Personen

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