Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 15 (1866)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Beiträge zur samaritanischen Pentateuch-Übersetzung und Lexicographie
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 217 (sequence 1)
- Language
- German
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ieiträge zur samaritanisehen Pentateuch-Uebersetzung-etc., 217 Beiträge zur samaritanisclien Pentateuch-lieber Setzung und LexicograpMe. Von Dr. 8. Kohn. (Fortsetzung.) VI. Die samaritanisclie Uebersetzung des Pentateuch verräth schon bei der oberflächlichsten Beobachtung so wenig Kennt־ niss der hebräischen Sprache und ein so geringes Verständnis8 des behandelten Textes, dass sie sich nie einer besondern Anerkennung erfreuen konnte. Schwarz, der in der5 ־ten seiner ״Exercitationes historico-criticae in utrumque Samarit. Pentat." (Wittenberg, 1756) dieser Version eine, durch Beweise freilich nicht begründete Lobrede hält, steht vereinzelt da. Keiner der vielen Gelehrten, die sich mehr oder minder eingehend mit ihr beschäftigten, mochte ihm beistimmen5 wenn auch keiner so viel Falsches und so viel Unverstand in ihr vermuthete, als sie wirklich enthält. Die richtige Beurtheilung derselben verdanken wir erst Win er, der in seiner, hier schon öfter angeführten Schrift zuerst mit aller Schärfe auf die sinnlos-sclavische, unwissenschaftliche und kindische Art und Weise aufmerksam machte, in der sie, oft ohne sich um den Zusammenhang oder einen vernünftigen Sinn zu kümmern, ihren Text wiedergibt. Castellus, der das Ungeschickte und Fehlerhafte in der sam. Paraphr. nicht eingesehen und mitunter die ungeheuerlichsten Uebersetzungen derselben zu rechtfertigen und zu erklären versucht hat, hat dadurch, wie Eingangs bemerkt, eine solche Fülle unrichtiger Angaben in sein Wörterbuch aufgenommen, dass dieses in seiner jetzigen Gestalt entweder gar nicht, oder nur mit der grössten Vorsicht zu gebrauchen ist. Eine nicht unbedeutende Anzahl dieser Irrthümer und Fehler lässt sich nach Winer, mitunter auch nach Kirchheim berichtigen. Doch begegnen wir noch in Beider Schriften vielen falschen und ungenauen Angaben. Manches ist nicht genügend erklärt, Vieles ganz übersehen worden; so besonders die lange Reihe jener Frankel, Monatsschrift. XV. 6. 17