Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 15 (1866)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Beiträge zur Alexandersage
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 171 (sequence 11)
- Language
- German
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Beiträge zur Alexändersage. 171 und Magug, wie den Zug nach der Quelle des Lebens zu, der jüngere galt ihnen als der grosse Eroberer des Abend- und Morgenlandes, der ausserdem alle übrigen Thaten ausgeübt hatte, die in den Alexanderromanen erzählt werden. Andere versuchten den Ausgleich dadurch zu bewerkstelligen, dass sie zwei Chidr annahmen, einen älteren, dessen prophetische Wirksamkeit in die Zeit Abraham's fällt, und einen jüngeren, der ׳ als Vezier Alexanders des Glückes theilhaftig wurde, vom Wasser des Lebens zu trinken. Noch Andere endlich, und unter ihnen der berühmte Geschichtsschreiber Abul-fida, leugnen einfach alle Beziehungen Alexander’s und Dulkarnain's, und halten Letzteren, den Erbauer des Walles, für einen hiinjaritischen König. Die Meinung der neueren europäischen Gelehrten ist in dieser Frage ebenfalls sehr geteilt״, hervorragende Orientalisten, wie Weil, Graf, Roth, haben für die Identität Alexander’s und Dulkarnain’s eine Lanze eingelegt, nicht minder bedeutende Männer, wie Spiegel, Hammer, Redslob) Beer und Fluegel, haben den Beweis zu liefern gesucht, dass zwei verschiedene Personen unter diesem Namen zu denken sind. Wer denn nun aber der Dul> karnain des Koran eigentlich sei, darüber sind die, welche die Identität bestreiten, wiederum sehr verschiedener Meinung. Spiegel hält ihn für einen alten, sagenhaften, arabischen Eroberer und stützt diese seine Behauptung vorzugsweise auf das Urtheil Ahul-fida’s, vergisst dabei aber, dass Abul-fida aus religiösen Gründen, nämlich um die Ehre und Glaubwürdigkeit des Koran zu retten, Al ex ander und Dulkarnain hat trennen müssen, und dass daher seinem Zeugniss, als in eigener Angelegenheit abgegeben, keine Beweiskraft zuerkannt werden darf. Redslob verfällt auf die eigentümliche Idee, den Cyrus zum Dulkarnain des Koran zu machen, obwohl kein einziger orientalischer Schriftsteller, kein Koranexeget den Namen des Cyrus mit dem erwähnten Walle in Verbindung bringt, und obwohl Cyrus diesen Beinamen sicherlich nie geführt hat. Er wird zu dieser Auffassung bestimmt, erstens durch den messianischen Charakter, der dem Dulkarnain