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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1866-01-01 · Heft 4 · p. Seite 144

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
15 (1866)
Issue
Heft 4
Article
Aphorismen über die biblischen Offenbarungs-Wunder
Date
1866-01-01
Page
Seite 144 (sequence 10)
Language
German
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W sich bald einen bald zwei Tage hielt, war wunderbar daran. Eben so war das Wunderbare an den Wachteln* die oft itt grossen Zügen erscheinen* dass sie gerade dann sich einstell־ ten* als das Verlangen nach Fleisch rege war. XJnd endlich verhielt es sich eben so mit dem Felsen, aus dem immer Wasserquellen hervorsprudeln, aber dass es gerade geschah, als die Noth es erforderte, auf ein gegebenes Zeichen, drückt der Erscheinung den Stempel des Wunderbaren auf. Zeit und Umstände machten dies Alles zu innerlichen und individuellen Wunr dem, die sich in jedem Menschenleben zeigen, hier aber mit grosser Deutlichkeit und Klarheit hervortraten. Es musste auch wiederum bekundet werden, dass Gott dem Verderben Einhalt thut und Krankheiten heilt. Die Kräfte der Natur sind nach seinem Willen thätig, und werden von ihm belebt. Sichtbarlich zeigte sich dies in dem Auf hören der Pest durch die That des Pin eh a 8, und in der Heilung vom Schlangenbiss durch den Blick in die Höhe. Es ist nicht widernatürlieh, dass eine Pest aufhört, und dass der blosse Glaube oder sympathetische Mittel gesunden lassen. Aber der Eintritt der Heilung und Besserung zur bestimmten Zeit trag den Charakter des Wunderbaren an sieh, und dies sollte erweisen, dass eine sich erbarmende Vorsehung waltet. Endlich aber musste in solchen Wundern noch gezeigt werden, dass die Widersetzlichkeit und Feindseligkeit gegen den Bund der Treue geahndet und bestraft werde durch den Untergang solcher Bestrebungen, und dies wurde in dem Versinken der Rotte Korach’s dargethan. Es ist dies ebenfalls ein Ereigniss, das im gewöhnlichen Laufe der Dinge bei Erderschütterungen und Erderücken zuweilen vorkommt5 aber das Zusammentreffen dieses elementaren Vorfalles mit dem Abfalle der Rotte und dem dadurch herbeigeführten Verderben der Empörer gestaltete sich zum Wunder. Es wurde dadurch bekundet, dass es eine sittliche und gerechte Weltordnung gibt, und dass auch in den gewöhnlichen Naturerscheinungen das moralische Prinzip von dem Weltengeist verfolgt wird. Denn sie sind nicht das Ergeh niss einer blinden Nothwendigkeit, sondern das Product der waltenden Herrschaft des Geistes. Fassen wir das Alles zusammen, so ist die religiöse Anschauung von einer innerhalb der Natur waltenden Vorsehung % *•ך Aphorismen

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