Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 15 (1866)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Beiträge zur samaritanischen Pentateuch-Übersetzung und Lexicographie
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 116 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2829132-2829332-2829336-2861921--09794-2861978- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
116 Recensionen und Anzeigen. gewunden“ abgeleitet und wörtlich durch שןך gegeben, das er immer für ״Faden“ hat (vergl. Exad. 28, 28. 37); ein Glossator setzte die andere, freiere Uebersetzung ״ שקרlügnerisch" an den Rand, die wir nun mit im Texte haben. Die Aufnahme dieser Glossen in deu Text wurde eben so sehr durch die Unwissenheit der Samaritaner, als durch die zahlreichen gewaltsamen Correctionen begünstigt, die sich diese Uebersetzung gefallen lassen musste (vergl. Eich 11. a. a. 0. und oben 8. 25 fl.). (Fortsetzung folgt.) Recensionen und Anzeigen. Versuch einer Darstellung der hebräischen Poesie nach Beschaffenheit ihrer Stoffe. Von Dr. Carl Ehrt. 104 und VI. 8. Erschienen itn Programm des Gymnasiums der Kreuzschule zu Dresden, 1865. Die Behandlung eines Themas, das, wie das vorliegende, schon zahlreiche Forscher gefunden und eine überaus reiche Literatur aufzuweisen hat, setzt ein unermüdliches Studium und ein besonders reges und warmes Interesse für den zu bebaudelnden Gegenstand voraus. Was das Letztere angeht, so hestätigt in der That der aus einer genauen Durchlesung der angezeigten Arbeit gewonnene Eindruck die Versicherung des Verfassers im Vorworte, dass er die hehr. Sprachstudien ״mit Liebe und inniger Hingebung gepflegt" habe, in vollstem Masse. Wir constatiren dies von vornherein, weil wir das Verdienst eines von Liebe zum Gegenstände geleiteten Studiums so hoch anschlagen, dass es auch durch manche etwa an den Resultaten zu machende Ausstellungen nichts verliert. Treten wir nun an , die Arbeit heran, so hat der Herr Verfasser nicht das nöthige Maass der Unbefangenheit und Selbstständigkeit dewahrt, das bei der Reichhaltigkeit der einschlägigen Literatur zu bewahren war; daher hier weniger ein selbstständiges Schaffen als eine sachgemässe Classificirung der herrschenden An-