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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1865-01-01 · Heft 11 · p. Seite 429

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
14 (1865)
Issue
Heft 11
Article
Die Disputation des Bonastrüc mit Frai Pablo in Barcelona
Date
1865-01-01
Page
Seite 429 (sequence 2)
Language
German
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Analektem 429 Herr Dr. Kayserling theilte nun in dieser Monatsschrift (S. 308 ff.) das Aktenstück darüber mit aus der jüngst erschienenen archivarischen Sammlung colleccion de documentos ineditos von dem Ob er-Archivrath Bofarull y Mascaro: dass Bonastrüc de Porta in der That vor dem genannten Könige disputirt, eine Schrift darüber veröffentlicht hat, deswegen angeklagt wurde und mit Verbannung bestraft werden sollte. Meine Combination von Nachmani’s Bestrafung wäre also damit vollständig umgestossen. Allein weit entfernt, widerlegt zu sein, ist meine Annahme dadurch auf’s Kräftigste bestätigt, und dieses Factum erhält dadurch eine bessere Beleuchtung. Ich gebe folgende Punkte zur Erwägung: 1) Wie kommt es, dass die gründlichen Biographen der dominikanischen Schriftsteller, Quetif und Eccard in der ausführlichen Bibliothek: scriptores ordinis Praedicatorum, nur von der disputatio Pauli Christiani cum Moysi G-erundensi wissen, dagegen nichts, gar nichts von einer andern Disputation desselben mit einem Bonastrüc de Porta? 2) Warum ist dieser Bonastrüc mit seiner Unterredung und seiner polemischen Schrift so ganz und gar in der jüdischen Literatur verschollen? 3) Ist es zufällig, dass beide Disputatoren, Nachmani und Bonastrüc, aus Gerona stammten? denn das Aktenstück sagt im Eingänge: fecerimus venire apud Borchinonam Bonastrugum de Porta magistrum, Judeum de Gerunda. 4) Nicht blos in Zeit und Localitat decken sich die angeblichen zwei Disputationen, und nicht blos im Umstande der dabei figurirenden Personen: der König Jacob, Raymund de Penaforte, Pablo Christiani und Arnold de Sigarra (im וימה lautet der Name ארנל שגרא)> sondern auch in einem nebensächlichen Momente; denn nach dem Aktenstücke hatte sich der angeklagte Bonastrüc wegen Abfassung der Disputationsschrift entschuldigt: dass ihm im Beginn der Disputation die Freiheit vom Könige und de Peffaforte eingeräumt worden sei, sich freimüthig über Alles äussern zu dürfen, keinerlei Zwang in seinen Antworten unterworfen zu sein, was der König auch als richtig bestätigt: ,,sic respondit (Bonastrugus), quod praedicta verba dixerat in disputatione, quae fuit inter ipsum et fratrem Paulum (Christiani) et in nostro palacio Barchinone in principio cujus disputationis fuit, nobis

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