Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 14 (1865)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Rückblick auf Zustände und Ereignisse der Juden in Frankreich, Italien, dem Orient und der Nordküste Africas's während der letztvergangenen Decennien
- Date
- 1865-01-01
- Page
- Seite 405 (sequence 5)
- Language
- German
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Mc'v!'frfc,;ל:^ y -1M■■ v; J■; in Fi*änkrfcichj Italien, dem Orient u. d.'Nordküste Africa’s. 405 tischen Pastoren Oesterreichs, die zu jener Zeit aus dem Seminar hervorgingen, meine Hörer. Mehrere von ihnen haben mir stets ihre Freundschaft bewahrt, und sie bezeugen mir ihre Dankbarkeit in einem Gefühle wahrer Duldung meinen Glaubensgenossen gegenüber." — In dem Hause und unter der Leitung des trefflichen Wenrieh studirte nun C. das Arabische, Persische und Sanskrit; auch empfahl ihn Wenrich aufs Wärmste dem berühmten Orientalisten von Hammer-Purgstall. Hammer, der die Juden liebte, stellte C. seine ganze Bibliothek zur Verfügung, erklärte ihm jede schwierige Stelle und freute sich seiner Fortschritte. Als er ihm eines Tages einige Stellen aus dem Zamach-Schari erläuterte, sagte er zu ihm: ״Das taugt nichts, Sie sollen nicht in Wien vegetiren, gehen Sie nach Paris, wo eine Schule der orientalischen Sprachen von der Meisterhand meines guten und treffliehen Collegen Silvestre de Sacy geschaffen ist; ich werde Sie an ihn empfehlen, ferner an den zweiten Bibliothekar Reinaud. Dort werden Sie das Persische am College de France bei Silvestre de Sacy studiren können; Sie haben ferner daselbst Bournouf für Sanscrit, und Quatremere. Ich werde Ihnen an alle diese Männer Briefe mitgeben, auch werde ich mit dem Fürsten Metternicli sprechen, dass er Sie an unsern dortigen Gesandten, den Grafen Apponyi, empfehle, ferner mit dem Baron Salomon von Rothschild, dass er Sie mit den Mitteln zur Reise versehe. Von meiner Seite empfangen Sie hierbei 50 Gulden." Wer war glücklicher als C.! Und es winkte ihm noch überdies die Rückkehr in das Land seiner Ahnen, die unter Ludwig XIV. aus Hüningen im Eisass vertrieben worden waren. Wenrich, dem C. sein Vorhaben mittheilte, billigte es und gab ihm Briefe an de Sacy und an Grangeret de la Grange mit. In Oesterreich war nichts zu hoffen, und so verliess C. am 11. Juni 1836 Wien, begleitet von den Wünschen seiner Freunde und dem Bedauern seiner Hörer, die ihm in einer Schwung* vollen Adresse ihren Dank für die erhaltene Belehrung ausdrückten und mit der Versicherung schlossen, das An-