Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 14 (1865)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Zur Geschichte der Juden in Magdeburg
- Date
- 1865-01-01
- Page
- Seite 296 (sequence 16)
- Language
- German
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י ן v ~׳ .י > •v •> - - ^^׳1^<^״^ ^*ךז‘* וו־<^77יז; 296 Zur Geschichte der allegorischen Schriftauslegung. Schöppenchronisten wahrscheinlich noch nicht bekannt waren, nicht so bestimmt angegeben, wie es dieser thut, der übrigens auch das Feldgeschrei der Annleder ״schoLey“ — ein Wort, das ich nicht zu deuten vermag — allein mittheilt. Was es ferner mit der Kreuzigung des ״Gliude Werner64 auf sich hat, die er mit den Judenverfolgungen am Rhein in Zusammenhang bringt, und ob der Gekreuzigte ein Jude (Ghude — Jude?) oder ein Christ war, — das würde sich wohl der Forschung verlohnen. Bei Schudt, der die Hauptquellen für diese Zeit anführt, wird des Namens und des Ereignisses nicht gedacht; doch erwähnt derselbe einer Judenverfolgung zu München im J. 1287, die ihre Entstehung dem Gerüchte verdankte, dass die Juden einen Christenknaben gestohlen und ihm das Blut ausgepresst hätten. Möglich, dass dies Ereigniss an der erstangeführten Stelle der Schöppenchronik gemeint ist. Auch wäre vielleicht an die durch Rindfleisch herbeigeführte Verfolgung zu denken, die 1298 stattfand. Doch selbst bei diesen Annahmen bliebe noch Vieles in den angeführten Berichten der Chronik unerklärt. (Fortsetzung folgt.) Zur Geschichte der allegorischen Schriftauslegung. Von Rabbiner Dr. A. Schmie dl in Prossnitz. Die Allegorie (למשל arab. אלמתל) kleidet bekanntlich den geistigen Gedanken in eine sinnliche Anschauung, verwandelt die Idee in ein Bild, um aus dem verkörperten Bilde die Offenbarung des Debersinnlichen und Abstrakten hervorwachsen zu lassen. Es wäre wahrscheinlich ein vergeblicher Versuch, die Entstehungszeit der allegorischen Ausdrucks weise eruiren zu wollen, denn sie liegt ebenso wie die Poesie und die Beredtsamkeit, deren Bestandtheil sie eben ist, schon von Natur aus im menschlichen Gemüthe, aus welchem sie von freien Stücken hervorquillt und hat daher nicht erst auf den Erfinder zu warten gebraucht. Die Allegorie kann bloss eine poetische oder rhe-