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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1865-01-01 · Heft 7 · p. Seite 243

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
14 (1865)
Issue
Heft 7
Article
Zur Geschichte der Juden in Magdeburg
Date
1865-01-01
Page
Seite 243 (sequence 3)
Language
German
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"י <׳־£*«-״ זייר^ך Zur Gesch ichte der Juden in Magdeburg. 243 gar wahrscheinlich, dass einst eine grössere Anzahl von Urkunden über jüdische Angelegenheiten vorhanden war. Sie werden wohl das Schicksal des hiesigen städtischen Archivs getheilt und bei der Zerstörung Magdeburg^ ihren Untergang gefunden haben. Sonst finden sich noch 2erstreute Nachrichten über die Magdeburgischen Juden in der sogenannten Schöppen Chronik, die wahrscheinlich um die Mitte des 14. Jahrhundert begonnen und im Verlaufe der Zeit von verschiedenen Verfassern bis etwa 1480 fortgesetzt ist. Sie diente jedenfalls auch andern Chronisten, insoweit sie sich über die Verhältnisse Magdeburg’s verbreiten, zur Quelle. Letztere bieten daher wenig, was nicht schon aus der Schöppenchronik sich ergäbe. Auf Grund dieser Nachrichten, an welche sich nur spärliche Notizen aus jüdischen Schriftstellern des Mittelalters reihen, gebe ich im Folgenden nach einer kurzen Untersuchung über die Lage des ehemaligen Wohnsitzes der Juden zunächst die Geschichte derselben bis zu ihrer Vertreibung i. J. 1492, um hieran eine kurze Skizze über die nachmalige Stellung der Stadt zu den Juden überhaupt bis zu ihrer Wieder an־ siedelung zu knüpfen. ׳;■-;׳I ■m I. Das Gebiet, auf welchem die Gemeinde sass, wird in den Urkunden als das ״Judendorf zu (d. h. vor) Magdebürg" bezeichnet^). Dasselbe lag nicht im Bezirke der Stadt, unterstand auch nicht deren Botmässigkeit, sondern gehörte zu dem Gebiete und der Gerichtsbarkeit des Erz-v bischofs, der innerhalb der Stadt deren südlichen Theil, den sogenannten Neumarkt 2 3) (Domplatz) und die angrenzenden Strassen, und ausserhalb der Stadt das an diese Seite stossende Areal zu Eigen besass. Auf diesem Areal, hart die Stadt berührend und unfern der Elbe, unter der 2) S. Beilage I. 3) Im Gegensätze dazu heisst die eigentliche Stadt die alte Stadt oder Altstadt. 2u*

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