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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1865-01-01 · Heft 7 · p. Seite 242

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
14 (1865)
Issue
Heft 7
Article
Zur Geschichte der Juden in Magdeburg
Date
1865-01-01
Page
Seite 242 (sequence 2)
Language
German
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''2־24- Zür Geschichte der Juden in iMagdehirrg. vollen Namen gemacht und einen Ehrenplatz in dem Buche der Geschichte verschafft hat: es gab hier Gelehrte, es gab hier Märtyrer, es sass hier eine Gemeinde, deren Alter an das der ältesten in Deutschland hinanreicht; ja zu der Zeit schon, wo in Persien noch Exilarchat und Gaonat den Juden eine gewisse Selbstständigkeitbewahrten, waren hier, im rauhen Norden, an den Ufern der Elbe, Juden angesiedelt. Man wird es mir daher vielleicht auch ausserhalb Magdeburg's Dank wissen, wenn ich, was von alten Nachrichten über seine einstige Judengemeinde auf uns gekommen ist, zusammensteile und vor der Ungunst der Zeiten, die ohnehin hier unbarmherziger als anderswo das Schwert der Vernichtung geschwungen, bewahre. Auch durfte Magdebürg gerade deshalb, weil man die Erinnerung an seine einstigen jüdischen Bewohner so ganz und gar verloren hat, das Interesse verdienen, das man jüngeren undunbedeuteaderen Gemeinden oft in übertriebener Weise widmet. Doch erwarte man nicht eine lange, wechselvolle, von Tage zu Tage fortschreitende Geschichte! Von jüdischer Seite ist uns beinahe Nichts geblieben, was über die Juden zu Magdeburg, unterrichten könnte. Denn während des früheren Mittelalters, etwa vom 10.—14. Jahrhundert lagen die Fäden der jüdischen Angelegenheiten in den Händen der süddeutschen Gemeinden, und aus der spätem Zeit, wo in Folge heftiger Verfolgungen das jüdische Leden sich mehr nach Norddeutschland zog, sind uns übertiaupt nur wenig jüdische Nachrichten geblieben. Es beruht daher im Wesentlichen, was ich in den folgenden Blättern mitzutheilen gedenke, auf Urkunden des hiesigen Königlichen Provinzial-Archiv'8 '). Es ist möglich, ja so- 1) Ich muss hier dankend die Bereitwilligkeit erwähnen, mit weleher *nir die Herren Provinzialarchivar v. Mülverstedt und Archivseeretär Dr. Jacobs behiilflicli waren. Zu besonderem Danke aber fühle ich mich dem Herrn Director Prof. Wiggert verpflichtet, der ,nicht bloss durch seine reiche Bibliothek, deren Benutzung er mir ’freimdlichst gestattete, sondern auch durch manchen belehrenden Wink meine Arbeit wesentlich gefordert hat.

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