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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1865-01-01 · Heft 6 · p. Seite 234

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
14 (1865)
Issue
Heft 6
Article
[Rezension]
Date
1865-01-01
Page
Seite 234 (sequence 7)
Language
German
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234 Re c eh si בנס en und Anzeigen. * 150ff. aufgestellten Ansicht über die Unsterblichkeitslehre der Israeliten nicht übereinstimmen können. Der Tod Manoah’s, das Heraufbeschwören Samuel’s, der Tod Uliah'8 beweisen, dass die Israeliten an eine wirkliche Fortdauer der 86616 geglaubt haben. Auch die Erklärung (8. 168), warum die Begriffe ״gut und böse", ״weise und thÖricht" ineinanderschmelzen, dürfte ein wenig gesucht scheinen. — Ferner müssen wir es für einen Uebelstand erklären, welcher die Lectüre des Buches erschwert und der Uebersichtlichkeit Eintrag thut, dass eine so überaus grosse Menge von Citaten beigebracht werden, welche oft, ohne zu beweisen, nur dieselbe Ansicht aussprechen, wie sie der Verfasser verficht. Fast würde hierdurch der Verfasser in den Verdacht gerathen, er wolle uns mehr überreden als überzeugen, wenn nicht eben auf jedem Blatte wissenschaftlicher Ernst und sachgemässe Erörterung das Wort führen würden. Doch wir sehen gern von solchen geringen Mängeln ab, da wir anerkennen müssen, dass der Verfasser einen seiner Grundgedanken zu überzeugender Geltung gebracht hat, dass nämlich die Israeliten sowohl wie Anaxagoras in einem Geiste den Herrscher der Welt sehen und dass sie diesem Geist die Materie in schroffer Weise gegenüberstellen. Wir schliessen mit den Worten eines deutsehen Dichters: ״In geistvollen Werken kämpfen Schönheiten mit Fehlern um das Uebergewicht, wie in Milton’s Gedicht die Engel mit den Teufeln; allein die Schönheiten siegen, wie die Engel bei Milton". B—h. בכורים לשנת היתרכ״ה מחברת אוגרת וכד ע״י נפתלי קעללער שנה ראשונה ,ויק תרכ״ד• Herr Keller hat unter dem obenstehenden Titel zum ersten Male ein hebräisches Jahrbuch nach Art des deutschen Wiener terschiede der rein physikalisch gehaltenen Theorie des Anaxagoras von der jüdischen Theologie spricht. Es kann jetzt nicht mehr eingewendet werden, dass bei Anaxag. das Interresse der Philosophie, bei der letztem das Interesse der Religion vorwiege; denn eine Pliilosophie, welche auch im Wesen mit der jüdischen Theologie übereinstimmte, müsste gewiss vom Gottesbegriffe ausgehen (und nicht von der Materie), hätte aber natürlich dann die Verpflichtung, alle diese Begriffe philosophisch zu rechtfertigen.

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