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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1865-01-01 · Heft 6 · p. Seite 217

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
14 (1865)
Issue
Heft 6
Article
Die hebräischen Traditionen in den Werken des Hieronymus
Date
1865-01-01
Page
Seite 217 (sequence 2)
Language
German
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v >—'< •״ cLI 1 >*1 > *1 ", ■LiVJ^1 -t>f v’■ 1’י'׳'"־- in den Werken des Hieronymus. 217 - •״׳ in eilte“, mit den in den jüdischen Quellen zerstreut Vorkommen- ',■/■% den Parallelstellen, zur Aufgabe gestellt hat. Allein mit der hieraus zu gewinnenden Aufhellung mancher noch dunklen geschi chtlichen Vorgänge, J womit der Historiker sich wohl begnügen kann, ist der Nutzen einer solchen kritischen Vergleichung bei weitem nicht erschöpft, es bleibt hierbei noch ein nicht unwesentliches Moment, das exegetische, in’s Auge zu fassen, für welches eine vergleichende Zusammenstellung der älteren patri8tischen Bibelcommentirung mit der Interpretation«- weise in den einschlägigen jüdischen Quellen, den Talmuden, Midraschim, Targumim und älteren jüdischen Bibelcommentaren, / ■ eine reiche Ausbeute zu liefern verspricht. Nach dieser Seite hin sind gerade die Commentarien des Hieronymus, die er in Palästina, woselbst er in einem näheren, jahrelangen Verkehr mit den Lehrern des Talmuds stand, verfasste, — wenn man von den zahlreichen dogmatischen Partien in denselben absieht, — eine noch nicht genügend benutzte Fundgrube für die hebräische Lexikographie und Archäologie sowohl, wie für die Kritik der älteren griechischen Bibelübersetzungen, des Aquila, Theodotion, Symmachos und besonders der Septuaginta. Aus ihnen wird der noch nicht bis in’s Einzelne gewürdigte Einfluss, den die jüd. Hermeneutik und Exegese auf die gleichzeitige und . . spätere Kirchenliteratur geübt hat, am klarsten ersichtlich.; Die ״Commentarn“ des Hieronymus erstrecken sich über säirimtliche prophetische und poetische Bücher der Bibel; zum Pentateuch und den historischen Büchern der heil. Schrift hatte " > er ,,Quaestiones" geschrieben, von denen nur die zur Genesis . ־, erhalten sind; die in seinen Werken befindlichen ״Qaaestiones in libros Keg um et Paralipomenon“ hat die Kritik für pseudoepigraphisch erklärt. Im Folgenden sollen nur die Commentarien zu den Propheten behandelt werden. Wir schicken einige Bemerkungen über die von Hieronymus bei Abfassung derselben beobachtete;■ Reihenfolge der einzelnen prophetischen Bücher zur genaueren Orientirung voran. Kaum waren die Quaestiones in Genesin vollendet und in die Oeffentlichkeit gedrungen (c. 390), als auch schon von allen

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