Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 14 (1865)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Das Buch Jesus Sirach
- Date
- 1865-01-01
- Page
- Seite 179 (sequence 2)
- Language
- German
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Das Bach Jesus Sirach. 179 868 0 ituTtnoq iiov nicht so viel Gewicht legen, wenigstens es nicht im vulgären Sinne nehmen <3 ürfe, dass der Verf. nicht der Grossvater nach der gewöhnlichen Bedeutung dieses Wortes, ä. h. nicht der Vater des Vaters oder der Mutter des Uebersetzers, sondern höher hinauf, etwa der Urgrossvater des Uebersetzers, oder noch weiter von ihm entfernt war. Auch wenn das Wort 7ta%7tog sprachlich eine solche Deutung nicht zuliesse, würden wir dennoch nicht anstehen, diese unsere Behauptung aufrecht zu erhalten. Denn es wäre grausam, wenn wir so sagen dürfen, von dem Ueb ersetz er eines Buches seines berühmten Vorfahren, auf den man doch in gewisser Hinsicht stolz sein darf, durchaus zu verlangen, dass er mit penibler Scrupulosität genau angeben solle, durch wie viele Verwandtschaftsgrade er von ihm entfernt sei. Wir meinen, dass man auch heutzutage es Niemandem zu sehr verargen würde, wenn er von seinem durch Adel oder durch sonstige Vorzüge berühmten Ur- oder Ururgrossvater einfach ,,mein Grossvater“ sagt, und warum sollten wir gerade hier es so genau nehmen, zumal wo uns so Vieles davon abräth? Aber auch sprachlich lässt sich gegen unsere Deutung Nichts einwenden, denn in einer nicht geringen Zahl von Stellen (in Büchern klassischer Schriftsteiler) findet man<7ra7t7ros in der Bedeutung von ״Ürgrossvater“ oder ״Ahn1)“, Wir behaupten also, dass auch hier das ndmtog etwa dem 7tQoyovog gleichbedeutend ist, und dass der Ueb ersetzen der syyovog des Verf/8 war2). Welch’ grossen und, wie wir glauben, 1) Die Belegstellen aus Plato, Aristot. u. A. siehe Pape u. a. 2) Diese Auffassung von 6 ndmtog fiov stand von vorne herein bei mir fest. Später fand ich sie bei Ewald nur so nebenbei, in eine Anmerkung hineingezwängt und fast unbemerkt (denn sie ist wenigstens von Keinem der unser Buch untersuchenden Gelehrten bemerkt oder einer ernsten Beachtung gewürdigt worden) sich hervorwagen, aber eben so schnell vom Urheber selbst, der sich der Tragweite derselben wohl nicht bewusst war, wieder gewaltsam unterdrückt. — Ewald nämlich, der in seiner Geschichte sowohl, als auch anderweitig sich absolut für Simon II. entscheidet, sagt (Gesell, des Volkes Isr. III, 2, S. 805, Anmerk.), als fühlte er sich doch in seiner frühem Ansicht etwas schwankend, und als wollte er sich einen Ausweg offen