Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 14 (1865)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Geschichte der Juden in Posen
- Date
- 1865-01-01
- Page
- Seite 177 (sequence 13)
- Language
- German
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ן Geschichte der Juden in Posen. 177 von der Commission wegen mangelnder Fonds oder wer gen ungenügender Begründung ein Theil der auf der Ge״ meinde lastenden Schulden abgesetzt und die Bestimmung getroffen, dass die für die weltlichen Gläubiger noch zurückbleibenden Schulden mit 5%, die der geistlichen hingegen mit 3x/ac*/0 zu verzinsen seien. Die den Jesuiten zu entrichtende sehr beträchtliche Summe sollte, da die Güter der Jesuiten nach der Auflösung des Ordens dem Staate zufielen, gleichfalls mit 5% verzinst werden. I. Es betrugen die von den Creditoren weltlichen Standes geltend gemachten Forderungen . . . Gulden 161,960 21 — Die Commission setzte ab . . . — 75,676 26 — Rest Gulden 86,283 25 — Die Gemeinde hatte ihrerseits von Schuldnern Guld. 13,750 28 zu erheben, diese von obiger Summe abgezogen, bleibt.Gulden 72,532 27 — 15,717 Gulden (Commis.-Dekret S. 183—84). Doch darf nicht ausser Acht gelassen werden, dass hier nur die regelmässigen Ausgaben in Ansatz gebracht sind, die ausserordentlichen Ausgaben an Beamte und Geistliche betrugen in manchem Jahre wohl das Doppelte und Dreifache der genannten Summen. Die General - Conföderation reducirte durch Streichung und Verringerung einzelner Posten die Ausgaben der Gemeinde auf 12,636 Gulden. Auch andere Gemeinden der Provinz waren stark verschuldet, so betrugen z. B. die Schulden der Gemeinde zu Lissa: An Klöster . . . - . Gulden 140,896 20 ״ Propsteien .... ,, 194,139 20 ״ weltliche Gläubiger . 12,000 ״ — Zusammen Gulden 347,036 10 Alle diese Schulden rührten aus dem achtzehnten Jahrhundert her. Die Gemeinde zu Wronke war mit 200,000 und die circa 40 Familien zählende Gemeinde zu Obornik mit 24,000 Gulden verschuldet. (Aus den Akten der städtischen Registratur.)