Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 14 (1865)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Über die hebräischen Inschriften der Synagogen zu Kefr-Bereim in Galiläa
- Date
- 1865-01-01
- Page
- Seite 148 (sequence 2)
- Language
- German
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148 liegt im Dorfe selbst und ist gegenwärtig ein Bauernhaus. Sie ist im Dorischen Stil und von schöner Bauart, und unter allen Synagogen Galiläa’s die am besten erhaltene; ein Baumeister könnte sie vollständig wieder herstellen. Unter einem ihren Fenster befindet sich eine hebräische Inschrift; ich habe von ihr einen Abdruck genommen, Nr. 2 der angefügten Tafel gibt alle Züge wieder*). Es ist schwierig, aus diesen Zügen einen befriedigenden Sinn herzustellen. Man liest deutlich אלעזרבריתן• Vor dem א befinden sich einige völlig unbestimmte Schriftcharaktere, deren erster ein ב zu sein scheint. Man könnte sich auf Augenblicke versucht fühlen *ישראך־ zu lesen; ich ziehe vor, in den Buchstaben, die die Mitte der Inschrift bilden, den Namen Eleasar zu erblicken. Das Folgende kann בריתן oder בריחו gelesen werden. Die zwei ersten Buchstaben sind vielleicht eine Abkürzung von Ben Rabbi. Diese Inschrift hat in jedem Falle keine Beziehung zum Baue der Synagoge. Sie ist wahrscheinlich das Werk eines Kefr-Bereim besuchenden Pilgers. Das י ,ב und ן gehören der gereiftesten Quadratschrift an. Hingegen haben das א, das ל, das ץ sehr schöne alte Formen, die an monumentalem Zuge alle der uns bis jetzt durch die Epigraphie bekannten Formen dieser Schriftcharaktere übertreffen*"). Analekten. ') Die diesem Hefte angefügte Tafel ist treu der Tafel des ״Journal Asiatique*c nachgebildet. F. **) Wenn, wie Herr R. selbst angibt, die Buchstaben א ,ל ,ז ge wiss aus alter, einige der folgenden Buchstaben aber aus weit jüngerer Zeit sind, wie kann das Ganze das Werk eines Mannes (Pilgers) sein? Offenbar liegen hier zwei Inschriften vor, eine ältere und eine jüngere• Die ältere reichte bis zu den Buchstaben עז und lautete vielleicht, da unverkennbar zu Anfänge ein ר ist, ביהוה אל׳ (אלחים) עז . Ein Spä־ terer fand nur das אל עז (das Strich eichen über אל war, wie die vorhergehenden Buchstaben mit Ausnahme des D ausgefallen) vor und fügte ein ר an, woraus das Wort אלעזר. Heber die andern Buchstaben ist Herr R. sehr dunkel. Wenn das ן , wie er sagt, scharf ausgeprägt ist, wie kann hier gelesen werden בריתו oder בריחו? Oder meint er בריתון ,בריחון, dann ist der Abdruck ungenau, der vorletzte dritte Buchstabe ist hier entweder ר oder ד. Auch auf die Lücke zwischen dem ן und יר dem vorhergehenden Buchstaben, hat Herr R.