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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1865-01-01 · Heft 3 · p. Seite 101

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
14 (1865)
Issue
Heft 3
Article
Beiträge zur hebräischen Sprachforschung und biblischen Exegese
Date
1865-01-01
Page
Seite 101 (sequence 8)
Language
German
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v Das Büch Jesus Sirach. 101 61t" (Sen. de benefic. V., 13, 4). Die Flucht des Muthigsten wird wohl gelingen, aber in schmählicher Weise, da er mit den Kleidern auch die Waffen wegwerfen wird, was also für ihn und die Seinigen noch weit verhängnisvoller ist, als wenn er auf dem Schlachtfelde den heldenmüthigen Tod gefunden hätte. (Fortsetzung folgt.) Das Buch Jesus Sirach. Von D r. J. Ho ro witz. Mit einziger Ausnahme des ,,Buches der Weisheit" erfreut sich wohl kein apokryphisches Buch grösserer Beachtung und Würdigung von Seiten der Bibelforscher, als das wenigstens quantitativ grösste, bald ״Weisheit" und bald ״Sprüche", bald ״Tugendschatz" (Ttavagsrov) und bald ״Ecclesiasticus" genannte, und Jesus, dem Sohne Sirach'8, zugeschriebene Buch. Aber so grosse und nicht zu verkennende Fortschritte die Exegese auf diesem Gebiete bis jetzt auch gemacht hat (obgleich auch hierin noch sehr Vieles besser werden muss), so wenig Sicheres und Beruhigendes wurde uns für die Beantwortung der Fragen geboten, die sich jeden Denkenden aufdrängen, so er das Buch zur Hand nimmt. Fragen wie: Wann hat der Verfasser gelebt? Wann ist sein Buch zum Abschluss gekommen? — Ferner: Ist das Buch blos eine Reproduction alter Weisheiten und Sprüche, oder gebührt dem Verfasser desselben ein grösseres Verdienst? Wann hat der griechische Gebersetzer gelebt, und haben wir in dieser unstreitig ältesten (griechischen) Gebersetzung zugleich auch die beste Wiedergabe des Originals, oder haben wir diese in den anderen späteren Versionen zu suchen? Endlich überhaupt: Was war das Schicksal des Originals? Solche und ähnliche Fragen, die, wir möchten sagen, Existenzfragen für das Buch sind, sind, freilich von vielen Seiten in allen Variationen ventilirt worden, aber vergebens suchen wir nach einer festen, gänzlich beruhigenden Antwort auf dieselben. Unvermittelt, ja schroff stehen sich Beweise, Gründe

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