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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1865-01-01 · Heft 3 · p. Seite 92

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
14 (1865)
Issue
Heft 3
Article
Geschichte der Juden in Posen
Date
1865-01-01
Page
Seite 92 (sequence 12)
Language
German
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י 92 Geschichte der Juden in Posen. Scheftel Horwitz, sein Nachfolger, verstarb bald nachI seinem Amtsantritte23), und Naftali b. Jizchak hako-| hen wurde 1689 aus Ostra auf den erledigten Rabbinats* *] Stuhl berufen. Naftali fungirte in Posen bis 1704 Sein Leben war eine Kette von sonderbaren und widerwärtigen Ereignissen. In Ostra ward er vielfach angefeindet •ל in Posen lebte er zu einer Zeit, in der die Gemeinde durch Verfolgungen und Kriegsgefahren die grössten Leiden zu 1 erdulden hatte. Er soll sich daselbst, wie die Sage erzählt, durch verschiedene Excentricitäten und besonders durch seinen übertriebenen Aufwand in seiner Stellung unhaltbar gemacht haben. In Posen entriss ihm auch der Tod seinen gelehrten und frommen Sohn Chajim. 1704 übernahm er das Rabbinat in Frankfurt a. M., musste es jedoch 1711 in Folge eines am 14. Januar in seinem Hause entstandenen Brandes, der das ganze Judenviertel einäscherte, wieder aufgeben. Die folgende Zeit verlebte er in Prag und Breslau, und von dem letzteren Orte machte er verschiedene Versuche, sein früheres Rabbinat Posen wiederzueidangen. Zu diesem Zwecke wandte er sich auch an den in Reisen anwesenden August, König von Polen, der ihn in das Posen er Rabbinat wieder einsetzen sollte; doch blieben alle seine Bemühungen fruchtlos. In Frankf. a. M. p. 47b) ist falsch. Das Gern ein debuch (I, 183 a) und Küntres II. berichten übereinstimmend, dass R. Jizchak ,״!־־Df!-—1684—5 gestorben sei. *3) Den 20. Tammus 1686 war Jesaias noch Rabbiner in Frankfurt a. M.; denn unter diesem Datum richtet er von dort ein Schreiben an Eljakim Getz b. Meir (שו״ת אבן השהם Nr. 62), und den 23. Adar 1689 setzt die Posener Gemeinde bereits seiner Wittwe eine Pension aus (GB. II, 1 a). Er hinterliess mehrere Kinder, die längere Zeit mit der Gemeinde Erbschaftsstreitigkeiten hatten (GB. II, 25 a, 45b, 46a, 56b, 62b), von denen der Eine: Scheftel, Rabbiner zu Filehne war, und der Andere: Abraham, den Siddur seines Urgrossvaters (של״ה) edirte. In der Vorrede beschreibt er seine Schicksale. Der Ausgabe des של^״רה Amst. 1649 ist ein Gedicht von Jesaia b. Scheftel vorgedruckt. Der Stammbaum der Familie Horwitz ist in Steinschn. Cat. Bodlej. 2242 mitgetheilt.

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