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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1864-12-01 · Heft 12 (Dezember 1864) · p. Seite 477

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
13 (1864)
Issue
Heft 12 (Dezember 1864)
Article
[Rezension] / T.
Date
1864-12-01
Page
Seite 477 (sequence 2)
Language
German
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Recensionen und Anzeigen. 477 Religionsunterrichts'4 erblickte, wird neuerdings gegen diesen mit verschärfter Bitterkeit die Klage laut: ,,Ihr wollt den Schaden meines Volkes gar leicht heilen,״ oder gar 7 א CITS" CTX 'ע□ ך! Man schiebt die Unwissenheit, Obertläehlichkeit und Lauheit der jüngeren Generation auf Reiigiuusbiiehor und Religionsschuleu, fordert, dass der Jude seine Religionskcnntniss aus den Quellen schöpfe, und dass ihm nicht an deren .Statt ein fädes Descillationsproduct geboten werden solle. Wir dem sei. und wenn wir auch der ietztbezeichneten Ansicht alle Gerechtigkeit widerfahren lassen, so müssen doch Zeit (d. h. Mangel an Zeit) und Umstände immer noch die Schneilpoiitur des .,Reiigionsunterrichts“ als unentbehrlich erscheinen lassen, und das Vorhandensein des Bedürfnisses wird durch die sich häufende Zahl neu erscheinender ,,Religionsbücher4 constatirt. Nun gibt dieser Umstand selbst Anlass zu neuen Klagen: es liegt nahe, von übergreifender Subjectivität und Willkür, ja von .ךדצ£ךי zu reden; ״ein Jeder baut einen Altar für sich4׳ — zimmert für sieh und seine Schule sein eigenes Judenthum zurecht und braut nach selbsterfundenem Rezepte sein Decoct. Und doch ist es sehr erklärlich, ja in gewisser Beziehung erfreulich. Denn e> handelt sich beim Religionsunterricht nicht bloss uin die Methodik, dass man sagen könnte, ein tüchtiger Lehrer könne jedes Buch gebrauchen und dabei doch seine Selbstständigkeit und den eigenen Lehrgang wahren, sondern es handelt sich um eigene Ansichten von dem Wesen und der Wesentlichkeit der Sache, des Lehrstoffes; wer möchte den gewissenhaften Lehrer tadeln, wenn er nur das nach bestem Wissen Beste, dasjenige, womit er ganz übereinstimmt, dem Schüler vor legen und einprägen lassen will? Sollte ein Jude es vorziehen . vor geschriebene Katechismen zu haben, nach welchen der Lehrer unterrichten muss, gleichviel ob er den Inhalt für correct hält oder nicht — oder verträgt es der R e lig i o ns unterricht, wenn der Lehrer sich gedrungen tiihlr. gegen das Lehrbuch zu polemisiren. Referent kennt nur den kleinsten TheII der neu erschienenen Religionsbücher näher, eine Revue liegt nicht in seinem Plane, er möchte nur hervorheben, dass eine eritische Sichtung dieser Literatur recht nothwendi״ erscheine, denn es gibt des aus zujätenden Unkrauts recht viel; haben wir der subjectivea An-

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