Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 13 (1864)
- Issue
- Heft 11
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1864-01-01
- Page
- Seite 446 (sequence 3)
- Language
- German
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7 K י ׳־ י ך 446 Recensionen, und Anzeigen. -׳ י worüber hier eingehend berichtet wird. Anknüpjfend an diese . inneren Verhältnisse wird eine genaue Detaillirung ^über Zusammensetzung des Vorstandes gegeben, die Weise vpe die Steu- 1 ern eingetrieben wurden, das Verhältnissdes Rabbiners und seine j Hinzuziehung zu der Steuerregulirung u. 8. w. Ungenau sagt der Verf. 8. 18: ״Die Streitigkeiten auf religiösem Gebiete, die zu jener Zeit zwischen den Kabbalisten und Halaehisten stattfanden, waren auch hier vertreten. Während die Jyjden im unteren Werd wohnten, fungirten als Rabbiner J. L. Heller; 8. R. Horwitz und Gerson Aschkenasi. Horwitz vertrat die kabbalistis che Schule', L. Heller und G. Aschkenasi die hvalachische“. Dem Leser der Schriften dieser Männer ist bekannt , dass Heller die Kabbala hochschätzte, und nicht weniger war Horwitz ein eifriger Verehrer der Ilalacha. Ueberhaupt kamzu jener Zeit von ״streitigen“ Richtungen der Halacha und Kabjbala nicht die Rede sein. — Im Jahre 1670 erfolgte auf Grund deßu Kaiser überreichter Eingaben der vom kleinlichsten Krämerneid! getriebenen Bürger, Einflüsterungen der Inquisitions-Commissixm und anderer Judenfeinde die Austreibung der Juden aus Wien,s von der der Verf. ein erschütterndes Bild entwirft. Hier endet mun eigentlich die Monographie. Als versöhnende Zugabe wird er-v zählt, der Magistrat, der bei der Austreibung der Juden sich anheischig gemacht hatte, die bisherigen Judensteuern zu entricht ץ׳ ten, musste sich bald insolvent erklären, Handel und Wandel 1 geriethen in'8 Stocken und die ״Hofkuchel“ in Noth. Da erklärten sich alle Behörden, selbst die um ihre Meinung befragten Theologen, für Rückkehr der Juden, die denn auch im J. 1675 erfolgte. Der Verfasser gehet nach dem Vorworte mit dem Plane um, eine Geschichte der Juden in Oesterreich (hier ist wohl Oesterreich in engerem Sinne, nicht die Monarchie gemeint) zu liefern und sollen seine Monographien Bausteine hierzu sein. Möge ihm dieses Vorhaben gelingen! F. Monatschronik, Frankfurt a.M. Das organische Gesetz, welches die bisherigen Beschränkungen in den staatsbürgerlichen Rechten der israe-