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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1864-01-01 · Heft 9 · p. Seite 341

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
13 (1864)
Issue
Heft 9
Article
Die talmudischen Maasse
Date
1864-01-01
Page
Seite 341 (sequence 8)
Language
German
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Die talmu^ (״ •(כל אמות באמה בת ששה ■אלא הללו ■שוחקות •והללו:עצבותAuch wird im Talmud33) eine Elle des Heiligthums תמה שי^ קדש^ ohne weitere Längenangabe angeführt; die Commentatoren sehen sie wie sachgem’ass für die mosaische sechspalmige Elle an. Auch wird dort bei einem Sabbathgesetze eine Elle von der jedesmaligen Grösse des Vorderarmes desjenigen Menschen, der das Gesetz auszuüben hat, angegeben (,אמר־! ךרךוך)"" Von einer gesondert heiligen Elle, die von anderer Grösse als eine der hiererwähnten Ellen wäre, ist nirgends die Rede. Es ergibt sich also hieraus, dass sowohl R. Meir als R. Jehuda eine Elle von fünf und sechs Handbreiten annehmen, und selbst Raba, der lachende und weinende Ellen von sechs Handbreiten anführt, will sie nur bei den in der Tradition vorkommenden Ellen angewendet wissen, bei gewissen Geräthen des Tempels lässt auch er es bei der Elle von fünf Handbreiten bewenden34). Böckh a..a. 0, pag. 267 irrt daher, wenn er anannimmt, ipi Talmud kommen lachende und weinende Ellen vor, um damit anzudeuten, dass die Handbreiten von verschiedener Grösse die Elle von fünf Handbreiten überflüssig machen. Im Gegensatz zu dieser Behauptung ergibt sich aus dem Obigen und aus der Discussion Erubin 4a, dass selbst, wenn zwei Sorten von sechspalmigen Ellen mit verschiedenen Handbreiten angewendet werden, es dennoch eine Elle von fünf Handbreiten gegeben habe. R. Jehuda, welcher Reisen in Egypten gemacht hat und der Alterthumsforschung zugethan war, hatte Gelegenheit, das egyptischeMaass kennen zu lernen, besonders, da er von dortigen Bauten spricht36), und dennoch ist er es gerade, der der Elle von fünf Handbreiten so viele Anwendungen zuschreibt. Es kann daher nur eine Tradition bei ihm sein, dass es eine Elle von fünf Handbreiten gegeben habe, nicht wie Bökh a. a. 0. und nach ihm Andere glauben, dass der Talmud in Rücksicht der Handbreiten nichts aus Heberlieferung wusste, sondern die ganze Lehre nur auf Auslegungen des Ezechiel beruhe. 33) Erubin 48 a. 34) In Erubin 4 a. aus der Discussion ersichtlich. 35) Frankel’s Vorstudien zur Septuaginta pag. 27, dessen Monats Schrift Jahrgang 4. pag. 158.

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