Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 13 (1864)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Die talmudischen Maasse
- Date
- 1864-01-01
- Page
- Seite 296 (sequence 2)
- Language
- German
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296 ■Di-'fe^tälmudis'cheh-'-Maass-e.־ theiTweise in so; dunkler Form abgefasst?, dass man nicht leicht ' die wahre Bedeutung derselben gefunden zu haben annehmen kann und somit nur mögliche oder wahrscheinliche Hypothesen aufzustellen vermag. Die Literatur jener Zeit, welche über die hebräischen Maasse Nachrichten enthält, bildet einerseits die Bibel, der babylonische und jerusalemische Talmud nebst den hebräischen Schriften, die bis zum Schlüsse des Talmuds verfasst sind, andererseits die nichthebräischen Schriften jener Zeit, zu denen besonders die des Josephus gezählt werden. Sowohl die Bibel als die nichthebräischen Werke wurden von den Archäologen zum Zwecke der Bestimmungen hebräischer Maasse hinlänglich benutzt und ausgebeutet. Anders steht es mit den talmudischen Schriften. Diese bedürfen noch der genaueren Durchforschung, um eine eigentliche Darstellung des hebräischen Maasssystemes endgültig bilden zu können. Diese Aufgabe, verbunden mit der Angabe und wenn möglich auch der Erklärung der in den talmudischen Schriften vorkommenden Maasse, soll״in der vorliegenden Arbeit zu lösen versucht werden. Es mögen nun die hervorragendsten bis jetzt angestellten Versuche zur Bestimmung des hebräischen Maasssystems angeführt werden, um unsere Lösung daran anzureihen. Die von mehreren Archäologen angenommene Vergleichung des hebräischen Maasses mit dem der Nachbarstaaten der Hebräer, wie Babylonien und Egypten, um aus dieser Gleich- Setzung die Grösse des hebräischen Maasses festzustellen, dürfte trotz der dabei gemachten anscheinend‘richtigen Voraus- Setzungen ebenso genügend als nicht zutreffend erscheinen, und daher als feste Basis wissenschaftlicher Forschung nur so lange dienen, als keine bessere, von inneren Wahrheitsmomenten getragene Grundlage aufgestellt ist. Die Autoren des eben ge- , .nannten Versuches selbst lassen als Veranlassung zu demselben den Mangel directer Nachrichten in den hebräischen Quellen, woraus mit Sicherheit ein genaues Maass abzuleiten wäre, gelten. Würden aber einmal feste Bestimmungen in diesen Quellen gefunden, dann sind diese zuverlässiger als die Folgerungen, die aus j enen Vergleichungen mit den Maasssystemen anderer Völker gewonnen wurden. Die Bestimmungen des hebräischen Längenmaas868, durch den in der Bibel angegebenen Inhalt des ehernen Meeres und