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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1864-01-01 · Heft 7 · p. Seite 257

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
13 (1864)
Issue
Heft 7
Article
Historischer Überblick über die Codificationen des Halachastoffes, von ihren ersten Anfängen bis zu ihrem letzten Abschlusse
Date
1864-01-01
Page
Seite 257 (sequence 17)
Language
German
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Die CodificßiiölL des Halachastoffes. 257 6 0b M?0 In (Uaharil, Anfang des 15. Jahrh.) in Betracht gezogen. v . Theils durch diese Werke, noch mehr aber durch die Arbeiten der Schüler des Ben Aderet, wie Jom Tob ben Abraham Ischbili (ריט״בא um 1350) und Don Vidal Jom Tob de Tolosa (הרב המגיד), welche in der talmudisch gelehrten Welt berühmt genug sind, wie des nicht minder berühmten, etwas später lebenden R. Nissim Gerundi ben Reuben (um 1380) und mancher Anderen, war der Halachastoff über den Rahmen des Tur hinausgewachsen und hatte manche andere Gestalt angenommen, so dass wieder , wie vor dem Erscheinen des Tur, eine Menge widerstreitender Meinungen ohne Entscheidung sich gegenüberstanden. Daher unternahm es der durch seine ungeheure Gelehrsamkeit und ausgebreitete, schriftstellerische Thätigkeit staunen erregende Commentator des Tur, R. Joseph ben Ephraim Caro (1388—1475), einen neuen Codex nach Art des maimunischen zu verfassen. Da es R. Joseph nach seinem eigenen Ausspruche darum zu thun war, die Norm ohne jede Meinungsverschiedenheit unerschütterlich festzustellen, so musste er bei der Auswahl der zur Norm zu erhebenden Meinung gewissen Principien folgen. Heber dieselben äussert er sich selbst ungefähr in folgender Weise4). Alfasi, Maimuni und R. Ascher sind nächst dem Talmud die hochsten Autoritäten. Wo zwei derselben einer Ansicht sind, wird diese als Norm hingestellt, wenn nicht die Majorität der späteren Autoren der Meinung des Dritten sich anschliessen, in welchem Falle diese normirend ist. Haben nur zwei jener Drei und zwar verschieden über einen Gegenstand sich vernehmen lassen, so entscheiden die bedeutend sten der Spätem, wie Nachmani, Ben Aderet, R. Nissim und AehnL, und zwar in der Weise, dass die Meinung, welcher die Majorität, derselben sich anschliesst, zur Norm erhoben wird. Dasselbe gilt für diejenigen Fälle, in welchen keiner von jenen Dreien seine Meinung geäussert hat. Dieser von dem Yerf. שלהן ערוך genannte, 4)..In den! obengedacliten Commentar. Frankel, Monatsschrift XIII. 7. 20

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