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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1864-01-01 · Heft 6 · p. Seite 212

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
13 (1864)
Issue
Heft 6
Article
Historischer Überblick über die mannigfachen Codificationen des Halachastoffes, von ihren ersten Anfängen bis zu ihrem letzten Abschlusse
Date
1864-01-01
Page
Seite 212 (sequence 12)
Language
German
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Die C6dificätiön: des HalachaStoffes; sind genau berücksichtigt. Diese Gompehäien zerfallen je in mehrere ״ שעריםPforten,“ deren jede ein besonderes Capitel des im Buche behandeten Gegenstandes, zuweilen in mehreren, durch Zahlen getrennten Absätzen bespricht, und waren ursprünglich in arabischer Sprache abgefasst. Das Handelsrecht ist von dem berühmten Tosafisten R. Isaac ben Rüben aus Barcelona im Jahre 1078 in's He־ bräische übersetzt worden2). II. Codices der spanisch-afrikanischen Schule. Mit R. Hai’s Tode war nicht blos das Geonat verwaist, sondern das Talmudstudium hatte auch seine Stützen im Morgenlande verloren und suchte sich im Occident eine Zufluchtsstätte zu begründen. Spanien, Afrika und Frankreich sind von nun an der Boden, auf welchem das Talmudstudium sich :fortentwickelt, und hier werden fünf Männer, die Alle den Namen Isaak führen, als die Hauptträger desselben in der ersten Hälfte des elften Jahrhunderts genannt. Drei derselben aus Spanien und Afrika haben sich mit der Codificirung des Halaehastoffes beschäftigt. Zunächst hat R. Isaak ben Jehuda .Ibn Giat, auch ben Moschia genannt (geb. 1030, gest. 1089), der aus einer reichen und angesehenen Familie in Lucena, unweit Cordova, stammte, eine Art Compendium für die rituelle Praxis über Fest- und Fasttage zusammengestellt) das die religionsgesetzlichen Bestimmungen aus Talmud und geonäischen Entscheidungen übersichtlich auseinandersetzt3) und von Späteren häufig angeführt wird. Ein jüngerer Zeitgenosse dieses Ibn Giat, R. Isaak ben Rüben aus Barcelona (geb. 1043), verfasste nach dem Vorbilde des R. Hai ein Compendium über den Eid unter dem Titel שערי שבועות. Dasselbe besteht aus 20 Pforten, deren jede in mehrere Unterabtheilungen zerfällt. Anlage und Form des Werkes entsprechen der des R. Hai, indem 2) Rapaport, Biographie des R. Hai* Gaon, Bikkure Haittim, Jahrgang X, Seite 82 und Rote 23. 3) Derenburg iii Geigers Zeitschrift V, S. 396. Grätz, Geschichte-. rV- '־ ■ VI, S. 75.

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