Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 13 (1864)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Historischer Überblick über die mannigfachen Codificationen des Halachastoffes, von ihren ersten Anfängen bis zu ihrem letzten Abschlusse
- Date
- 1864-01-01
- Page
- Seite 210 (sequence 10)
- Language
- German
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210 ^DiWGMifibatibfiWO'HWWWWMW gen, auch Manches ans קדשים , folgen. טהרות fehlte mit Ausnahme von נדה, weil mir■diejenigen Halachot bertiplt״ sichtigt sind, die noch in jetziger Zeit in Anwendung kommen. Der Verfasser hielt sich nicht streng an die Ordnung der Mischna. Von manchen Ordnungen hat er nur einige Tractate, von diesen nur wenige Abschnitte. Häufig sind mehrere der letztem in Einen zusammengezogen, zuweilen werden solche, die sich nicht mit dem durch den Namen des Tractats bezeichneten Gegenstände beschäftigen, als besondere Halachot unter besonderem Titel herausgehoben und hinter den! Tractat behandelt, zu dem sie ursprünglich gehörten. Die Halachot Gedolöt reihen in den, Quellen und Belegen in ihr Bereich ziehende Cömpendierr, Sprache und Ausdruck sind dem Talmud entlehnt. Am Ende einer aus dem Talmud angeführten Discussion wird häufig hinzu gefügt: ״Die Norm ist wie R. N." Zuweilen stellt jedoch der Verfasser die Norm voran und lässt Quelle und Begründung folgen, oder er fasst die Resultate einer längeren, aus dem Talmud angeführten Discussion meist in chaldäischer, von dem gewöhnlichen Text abweichender Sprache zusammen und nimmt unter dieselben auch die von den Geonim in der betreffenden Materie getroffenen Entscheidungen auf, ohne jedoch Autoren namhaft zu machen. Diese häufig vorkommenden Abweichungen von der : gewöhnlichen, blos referirenden Weise sind Veranlassung zu einer Interpolation geworden, die zu irrigen Schlüssen verleitet hat.״ An vielen solcher Stellen nämlich hat ein Leser das Wort פסק an die Seite geschrieben, welches später in den Text gekommen ist7). Die Hai. Ged. sind bei den Späteren, 7) Dass dieses .פסק nicht vom Verf. selbst herrührt, beweist erstlieh der Umstand,' dass dasselbe in vielen Abschnitten gar nicht vorkommt, obgleich die im Text erwähnte Abweichung sich sehr häufig in denselben findet. Ferner sind die mit פסק bezeichneten Stellen durchaus keine selbstständigen Entscheidungen des Verf., und es ist nicht abzusehen, warum jene Stellen, in welchen die Begründung dem Resultate folgt, weniger'diesen Namen verdienen, als die im Text bezeichneten. Wir wagen daher manchen bescheidenen Zweifel gegen die Vermuthung des hochverehrten Herrn Oberrabbiner Rapaporfc (Ke-