Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 13 (1864)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Liepmann Cohen und seine Söhne, Kammeragenten zu Hannover
- Date
- 1864-01-01
- Page
- Seite 184 (sequence 24)
- Language
- German
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av; 184 Ueber die Begriffe von;Substanz u. Accidehs durch Freigebigkeit an Talmudgelehrte auszeichn ete^ ן am Neujahrs- und Vers öhnungsfeste als gern gehörter Vorbeter fungirte, die in dem von seinen! Vater gestifteten Beth hamidrasch in Halberstadt an gestellten Talmudisten. vielfach mit Spenden bedachte und noch als wohlhabender Mann 1769 starb, während Gumpertz, dessen Tod später als der seines Bruders, im Jahre 1784, als er schon ein hohes Alter erreicht hatte, erfolgte, in seinen späten Tagen mit vielen Nahrungssorgen zu kämpfen hatte, dennoch aber seine geringe Habe mit den Armen theilte und dem Studium der Gotteslehre emsig oblag1). Heber die Begriffe yoil Substanz und Accidens in der Philosophie des jüdischen Mittelalters. Von Dr. A. Schmiedl, Rabb. zu Prossnitz. Wer jemals einen Blick geworfen auf die lange Reihe der philosophischen Systeme, die in der Geschichte der Philosophie uns aufbewahrt ist, der hat es gewiss längst wahrgenommen, wie oftmals die einen und selben Kunstwörter in dem Dienste der verschiedensten Systeme anzutreffen sind. Es gilt dasselbe auch von den beiden hier zu besprechenden Bezeichnungen Substanz und Accidens. Diese zwei termini technici sind auf den meisten Blättern der Geschichte der Philosophie' zu finden, sie spielen in der philosophischen Kunst״ spräche der meisten Schulen eine höchst bedeutsame Rolle, und sie . sind ebenso ein unerlässlicher Schlüssel zum gründlichen Verständniss der jüdisch-mittelalterlichen Philosopheme. Bekannt ist die Bedeutung dieser beiden Ausdrücke in neueren Schulen, wo Substanz und Accidens so viel sind als Subject und Prädicat, oder als Ding und Eigenschaft. Durch die Wahrnehmung nämlich, dass ein Ding in der Veränderung wohl andere Eigenschaften bekomme, ohne dass es jedoch dadurch selbst zu sein auf höre, entsteht der Begriff eines den wechselnden Eigenschaften zu Grunde Liegenden, weichem bald diese, M Siehe das Memorbuch von Halberstadt.