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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1864-01-01 · Heft 5 · p. Seite 162

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
13 (1864)
Issue
Heft 5
Article
Liepmann Cohen und seine Söhne, Kammeragenten zu Hannover
Date
1864-01-01
Page
Seite 162 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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MWWWVWM 5435 ==■ 23. Aüg. 1675 stärf), hiess Isachar Belirrnäiiiij^rnlel fach der fromme—hechasid — genannt, und war der Sohn eines gewissen Isaac Cohen aus Böckum, welcher nach dem Titel מה״רר zu schiiessen, der י seinem Namen vorgesetzt ist, ein Talmudkundiger gewesen sein muss; seine Mutter war Lea, die Tochter Jacobs. Wann Liepmann geboren wurde, ist nirgends angegeben; da er aber schon 1698, wie oben bemerkt ist, ein Greis genannt wurde, so wird man wenig irren, wenn man sein Geburtsjahr um 1630 ansetzt. Zum Andenken an seinen Vater nahm er den Namen Behrens an und seine Firma hiess Anfangs Leffmann Behrens, später jedoch, nachdem er seine Söhne als Theilnehmer hatte eintreten lassen, Leffmann Behrens und Söhne. Liepmann war zweimal verheirathet: zuerst mit Jente, der Tochter eines sehr reichen und angesehenen hiesigen Gemeindevorstehers, Namens Joseph Hameln, welche, nachdem sie zuvor an den reichen Salomon Gans verheirathet und nach dessen Tode fünf Jahre lang Wittwe gewesen war, sich mit unserem Liepmann in zweiter Ehe verband2) und 1695 starb. Sie wird im Memorbuche als eine sehr fromme und wohlthätige Frau geschildert, die ihre Söhne zum Studium des Gesetzes anhielt, den Armen reichliche Unterstützung gewährte und sogar jährlich nach Jerusalem eine ansehnliche Summe zum Unterhalte der dortigen Armen sendete, die sie wie noch andere Nothleidende auch in ihrem letzten Willen reichlich bedachte. Zum zweiten Male verheirathete sich Liepmann mit Feile, der Tochter des Jehuda Selkele Dilmann, welche ihren Mann überlebte, von dem Schicksale, welches zwei ihrer Stiefsöhne erfuhren, mit hart betroffen wurde und im Jahre 1727 starb. In erster Ehe erzeugte Liepmann vier Söhne und eine Tochter: Naplitali Herz, welcher mehrere Jahre Gemeindevorsteher war, als sehr wohltliätig geschildert ird und 1709 starb; Moses Jacob, welchem nachgerühmt!ird, dass er den Talmud sehr fleissig studirte, der hiesigen Synagoge mehrere Gesetzrollen und Silbergeräth־ schäften schenkte, gegen Gelehrte sehr freigebig war, ) Zufolge den Memorbücherri von Düsseldorf und Osterode.

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