Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 13 (1864)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Rabbi Simon ben Gamaliel II., nach seinen Lebensverhältnissen und seiner geistigen Wirksamkeit
- Date
- 1864-01-01
- Page
- Seite 133 (sequence 13)
- Language
- German
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Ueb'cr deiy^P1''1'^ d. Moldot u. Tekufot im j üd. Kal. 133 griffen en so wie der Lehre die Einheit wieder; sein Stre^n und Wirken spiegelt sich ganz in seinem \ Wahlsphohe (Abot 118 ר) ab: ״Auf drei Säulen ruhet die X Welt■• Wahrheit, Recht und Frieden.“ \ Pli. Bloch. Heber den Ursprung der Moldot und Tekufot im jüdiscken Kalender. Eine der wichtigsten Reformen im alten Judenthuine war unstreitig die Einführung der Kalenderberechnung, durch welche uns für alle Zeiten und in allen Welttheilen die religiösen Feste und Fasten auf immer festgesetzt wurden. Merkwürdig aber istdass gerade dieses wichtige Ereigniss spurlos in unserer Geschichte vorübergegangen, so dass wir keineswegs mit Bestimmtheit sagen können, wann und durch wen dieser Kalender verfasst und eingeführt worden ist. Schon im 10. Jahrhundert finden wir unsere Chronologen hierüber in divergirender Meinung. Manche, wie Saadia, Ibn-Esra, Maimonides u. A. halten dafür, es sei bei uns eine uralte Tradition (לולמ״ס), Andere hingegen, wie R. Hai-gaon und die auf ihn Folgenden behaupten, er sei von Hillel verfasst und eingeführt. Aber weder die Einen noch die Anderen vermögen genügende Belege für ihre Meinung aufzuweisen. Ebenso waltet noch Ungewissheit über den Meridian der Erde, auf welchen unsere jetzigen berechneten Moldot und Tekufot sich beziehen. Manche glauben, sie seien auf den Meridian von Jerusalem gegründet, Andere hingegen, wie R, Rassan-Hadajen, R. Isaak bar Jekutiel, Abram Hanasi etc.1) wollen sie auf den äusseren Osten, welcher bei ihnen 711 40׳ östlich von Jerusalem war, gegründet wissen; noch Andere, wie Israeli, glauben durch astronomische Untersuchungen gefunden zu haben, dass sie auf den Mittelpunkt der Erdoberfläche (טמר לארץ)? äer bei ihnen um 230 östlich von Jerusalem liegt, 0 6. Jesod Olam, Absclm. 4, Cap. 7.