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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1864-01-01 · Heft 3 · p. Seite 97

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
13 (1864)
Issue
Heft 3
Article
Rabbi Simon ben Gamaliel II., nach seinen Verhältnissen und seiner geistigen Wirksamkeit
Date
1864-01-01
Page
Seite 97 (sequence 17)
Language
German
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Die Neugestaltung des^ßaB"birierwesens im Mittelalter, 97 geliörigkeit verbürgte. Hiermit war das Patriarchat gewissermassen zum geistigen Königthume in Israel geworden, und der Ruhm, einen solchen Erfolg ermöglicht zu haben, gebührt ganz besonders Simon. Doch die eigen tliehen Früchte dieses Erfolges ernteten natürlich erst die Nachkommen Simons; unter ihnen wurde das Patriarchat immer mächtiger und angesehener, dass ihm sogar die römischen Imperatoren ihre Anerkennung nicht versagen konnten. Und so lange die Patriarchen des Hillel’schen Hauses an der Spitze des Synedrions standen, hatten sich die Verhältnisse Palästinas immer günstiger gestaltet, obwohl von einer politischen Bedeutung Palästinas natürlieh nicht mehr die Rede, sein konnte. Simon starb 1643) und liinterliess einen Sohn, Jehuda, welcher das Werk seines Vaters rühmlich fortsetzte und in der jüdischen Geschichte vielfach gefeiert wird. (Schluss folgt.) Die Neugestaltung des Rabbinerwesens und deren Einfluss auf׳ die talm. Wissenschaft im Mittelalter. Von Dr. M. Güdemann. (Fortsetzung und Schluss.) Von R. Men־ halewi erwähnt Zunz (Zur Geschichte und Literatur, 8. 194) nichts weiter als Namen, Geburtsort und Wohnsitz. Aus einer Stelle des Frankfurter Memorbuches ist neuerdings von Auerbach (Berith Abraham 8. 6, Anm.) ermittelt worden, dass sein Vater Baruch geheissen. Zugleich wird dort, mit Bezug auf 18ak b. Scheschet (R. G. A. 272) die richtige Vermuthung aufgestellt, dass R. Mei’r es gewesen, der die alte ״Semieha“ (vgl. Zeniach David 8. v. Naharil) wieder eingeführt hat. Hinsichtlich seines Geburtsortes, den Zunz a. a, 0., jedoch ohne Quellenangabe genannt hat, will ich bemerken, dass derselbe bei Isserlein Pesak. 81 verzeichnet ist: מר" ר מאיר ס״ל jplH מ בול ד א (Fulda). Weniger genau heisst es daselbst Nro. 63 : המופלג מה״ר מאיר ס״ל אשר תוצאותיו מארץ רעום וכר . Dass v 3) Vgl. Kerem chemed S. 220. Frankel, Monatsschrift. XIII. 3. ß 1•:•

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